Lammert: Kohl war «außergewöhnlich sture Persönlichkeit»

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Lammert: Kohl war «außergewöhnlich sture Persönlichkeit»

Schweigeminute für Helmut Kohl im Bundestag. Foto: Bernd von Jutrczenka

Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) hat in einer Gedenkfeier des Bundestags für Helmut Kohl auch an die Niederlagen und Schwächen des Altkanzlers erinnert.

«Kohls Weg säumten nicht zuletzt Verletzungen - die er selbst erlitt und die er anderen zufügte», sagte Lammert zu Beginn der Parlamentssitzung in Berlin.

Er erinnerte auch an Kohls Spendenaffäre 1999: «Manche Fehler räumte Kohl selbst ein. Dass sein Abschied nach dem Verlust der Regierungsverantwortung auch aus der aktiven Politik so wurde, wie es in der Formulierung seines Biografen Hans-Peter Schwarz die Umstände der «kreativen Verschleierung von Parteispenden» am Ende erzwangen, hängt wieder mit der außergewöhnlichen, bisweilen auch außergewöhnlich sturen Persönlichkeit Kohls zusammen.»

Der Altkanzler war mit 87 Jahren in seinem Haus in Ludwigshafen-Oggersheim gestorben. Im Dezember 1999 sorgte Angela Merkel als CDU-Generalsekretärin mit einer öffentlichen Distanzierung in Kohls Spendenaffäre wesentlich für seinen Sturz.