Bundesstaaten in Nigeria weiten Kampf gegen kriminelle Banden aus

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Nigerianische Viehhirten mit ihrer Herde (AFP/PIUS UTOMI EKPEI)

Im Kampf gegen zunehmende Gewalt und Massenentführungen in Nigeria haben einige Bundesstaaten das öffentliche Leben stark beschränkt. Im Bundesstaat Niger werden laut Behördenangaben ab Mittwoch die wöchentlichen Viehmärkte ausgesetzt und der Verkauf von Benzin beschränkt. Außerdem dürfen nicht mehr als zwei Menschen auf einem Motorrad sitzen und Viehtransporte in andere Landesteile sind eingeschränkt. Ähnliche Regeln kündigten die Behörden in den Nachbarstaaten Katsina, Kaduna und Zamfara an.

Seit Jahren mehren sich im Norden und Zentrum Nigerias die Angriffe krimineller Banden, die in Wäldern ihre Lager aufgeschlagen haben. Die Kriminellen sind häufig mit Motorrädern unterwegs. Die von den Behörden als "Banditen" bezeichneten Gruppierungen entführen Schulkinder und Studenten, um Lösegeld zu erpressen, und werden auch für Plünderungen und Viehdiebstähle verantwortlich gemacht.

Erst am Freitag waren 32 verschleppte Schüler einer Baptisten-Schule in Kaduna befreit worden. 31 weitere befanden sich noch in der Gewalt der Entführer. Am Donnerstag waren 92 Schüler befreit worden, die vor rund drei Monaten aus einer islamischen Schule im Bundesstaat Niger entführt worden waren. Seit Dezember wurden insgesamt rund eintausend Schüler in der Region verschleppt.

fml/pe

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