Bundesregierung weist Festlegung auf Favoriten für Eurogruppen-Vorsitz zurück

Die Bundesregierung hat Berichte zurückgewiesen, nach denen sie den Portugiesen Mário Centeno als neuen Vorsitzenden der Eurogruppe favorisiert

Die Bundesregierung hat Berichte zurückgewiesen, nach denen sie den Portugiesen Mário Centeno als neuen Vorsitzenden der Eurogruppe favorisiert. "Der Prozess ist nicht entschieden und noch völlig offen", sagte ein Sprecher des Bundesfinanzministeriums am Samstag der Nachrichtenagentur AFP. Die "Stuttgarter Zeitung" und die "Stuttgarter Nachrichten" (Samstagausgaben) hatten zuvor berichtet, Kanzleramtsminister Peter Altmaier (CDU) und Vizekanzler Sigmar Gabriel (SPD) hätten sich darauf verständigt, den portugiesischen Finanzminister Mario Centeno zu unterstützen.

Demnach soll sich Altmaier als geschäftsführender Finanzminister in der Sitzung der Euro-Finanzminister am Montag für den Sozialisten Centeno aussprechen. Außerdem bewerben sich der der Slowake Peter Kazimir, der Luxemburger Pierre Gramegna und die Lettin Dana Reizniece-Ozola um den Spitzenposten. Centeno gilt in Brüssel als Favorit.

Derzeit ist noch der Niederländer Jeroen Dijsselbloem Vorsitzender der Gruppe der Euro-Finanzminister. Er hat das Amt seit Januar 2013 inne, seine zweite Amtszeit endet am 13. Januar. Am Montag soll beim Treffen der Finanzminister der Eurozone in Brüssel ein Nachfolger gewählt werden. Nach Dijsselbloems Einladungsschreiben ist eine einfache Mehrheit nötig. Dies wären bei 19 Euro-Staaten zehn Stimmen.