Bundesregierung verlängert Hilfen für kleine Startups bis Ende 2021

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Sieht bei kleineren Unternehmen noch Hilfsbedarf: Thomas Jarzombek, Startupbeauftragter der Bundesregierung.
Sieht bei kleineren Unternehmen noch Hilfsbedarf: Thomas Jarzombek, Startupbeauftragter der Bundesregierung.

Die Bundesregierung sieht bei kleineren Startups weiterhin einen Hilfsbedarf wegen der Corona-Krise. Unterstützungen werden deshalb für diese Unternehmen um sechs Monate bis zum Jahresende 2021 verlängert und auch aufgestockt, wie Finanz- und Wirtschaftsministerium gemeinsam mitteilten. Die Hilfen für große Startups sind dagegen Ende Juni ausgelaufen.

Die Bundesregierung hatte nach Ausbruch der Pandemie ein zwei Milliarden Euro schweres Rettungspaket geschnürt. Mit dem Geld sollte verhindert werden, dass Finanzierungsrunden für die gerade gegründeten Firmen platzen. Größeren Startups wurde über Wagniskapitalgeber geholfen. Entsprechende Fonds bekamen zusätzliche öffentliche Mittel. Kleinere Startups mit einem Umsatz von maximal 75 Millionen Euro, die keinen Zugang zu Wagniskapitalfonds haben, konnten über Förderinstitute der Bundesländer bis zu 800.000 Euro pro Unternehmen erhalten.

Höherer Förderbetrag bei kleinen Unternehmen

Der Startup-Beauftragte der Bundesregierung, Thomas Jarzombek, sagte, das Paket habe seinen Zweck erfüllt. „Es hat dafür gesorgt, dass Finanzierungsrunden auch in den Monaten mit den schärfsten Corona-Beschränkungen weiter stattgefunden haben. Der Wagniskapitalmarkt hat sich von seinem Einbruch im ersten Quartal letzten Jahres spürbar erholen können.“ Er machte vor allem bei kleineren Startups aber noch einen Finanzierungsbedarf aus. „Deshalb erhöhen wir den Förderbetrag im Rahmen der Kleinbeihilferegelung auf 1,8 Millionen Euro.“ Finanz-Staatssekretär Jörg Kukies ergänzte, die Landesförderinstitute würden mehr Mittel bekommen, um Spielraum für Investitionen zu haben.

Wegen der Pandemie hatten viele Startups um ihre Existenz gefürchtet. Sie haben in der Regel kaum eine Chance, durch den normalen Prüfprozess für Bank-Kredite zu kommen. Denn Startups haben noch keine gewachsenen Strukturen, meist keine Rücklagen und machen nur selten Gewinne. Deswegen läuft die Finanzierung über spezialisierte öffentliche und private Investoren sowie staatliche Förderprogramme.

Mittlerweile hat sich die Lage aber entspannt. Eine Umfrage des Digitalverbands Bitkom unter mehr als 200 Startups aus dem Technologiebereich hatte zuletzt ergeben, dass die meisten Firmen zuversichtlich sind, ihren Finanzierungsbedarf decken zu können.

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