Bundesregierung fordert von EU schärfere Auflagen für Tiertransporte

Deutschland und mehrere Nachbarländer wollen sich in der EU für strengere Auflagen bei Tiertransporten einsetzen. Nach Angaben des Bundeslandwirtschaftsministeriums vom Montag fordern sie in einem an die EU-Kommission gerichteten gemeinsamen Positionspapier unter anderem ein Verbot bestimmter Langstreckentransporte in Drittstaaten sowie eine Transporthöchstdauer für Schlachttiere. Neben Deutschland beteiligen sich demnach Dänemark, Belgien, die Niederlande und Schweden an dem Vorstoß.

"Tiere sind fühlende Wesen", erklärte dazu Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir (Grüne) in Berlin. Dass so viele von ihnen auf langen Transporten litten, sei nicht länger hinnehmbar. Es brauche dafür allerdings bessere Tierschutzregeln auf der EU-Ebene. Mit nationalen Verboten sei keinem Tier geholfen, weil diese durch Zwischenstationen in anderen EU-Staaten umgangen werden könnte. Aus diesem Grund müsse die EU-Kommission "zügig" handeln.

Nach Angaben des Landwirtschaftsministeriums geht das Positionspapier der fünf Staaten unter anderem noch "deutlich" über entsprechende Empfehlungen des Europaparlaments hinaus. Neben einem generellen Verbot von bestimmten Langstreckentransporten lebender Tiere in Drittstaaten außerhalb der EU per Lastwagen und Schiff enthält es weitere Forderungen. Dazu gehört etwa die Festlegung zulässiger Temperaturbereiche innerhalb der Transportfahrzeuge.

bro/ul

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