Bundesregierung erwartet Erdogans prügelnde Leibwächter nicht bei G20-Gipfel

1 / 2
Logo des G20-Gipfels

Nach den gewaltsamen Vorgehen von Sicherheitskräften des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan gegen Demonstranten in Washington rechnet die Bundesregierung nicht damit, dass diese Leibwächter zum G20-Gipfel nach Deutschland kommen werden. "Die türkische Seite weiß, dass man sich auf deutschem Boden an Recht und Gesetz zu halten hat", sagte ein Sprecher des Auswärtigen Amts am Montag in Berlin.

Er gehe nicht davon aus, dass die betreffenden Leibwächter Erdogans zum G20-Gipfel am 7. und 8. Juli in Hamburg begleiten werden, fügte der Außenamtssprecher hinzu. Die US-Behörden werfen zwölf türkischen Sicherheitskräften vor, am Rande von Erdogans Besuch in Washington Mitte Mai gewaltsam gegen kurdische Demonstranten vor der türkischen Botschaft vorgegangen zu sein. Zwölf Menschen wurden verletzt, darunter ein Polizist.

Die US-Justiz erließ in diesem Zusammenhang Haftbefehle gegen neun türkische Staatsbürger. Grundsätzlich gilt nach Angaben des Auswärtigen Amts, dass bei einem internationalen Haftbefehl die betreffenden Personen festgenommen würden, sofern sie keine Privilegien wie etwa Immunität genössen.