Bundesregierung droht 80-Prozent-Ziel bei Impfquote erneut zu verfehlen

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Corona-Impfung bei Drive-In-Station in Stuttgart (AFP/THOMAS KIENZLE)

Die Bundesregierung droht ihr Ziel, 80 Prozent der Bevölkerung gegen das Coronavirus zu impfen, erneut zu verfehlen. Es werde "sehr schwer", die Marke bis Ende Januar noch zu erreichen, sagte Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) dem Nachrichtenportal "ThePioneer" (Donnerstag). Am Mittwoch hatten 62,2 Millionen Menschen in Deutschland mindestens eine Impfdosis erhalten. Das entspricht 74,8 Prozent der Bevölkerung.

Die Bundesregierung hatte ursprünglich bereits Ende vergangenen Jahres 80 Prozent erreichen wollen. Lauterbach sagte, über die Feiertage habe es einen Rückgang bei den Impfungen gegeben. "Daher muss man das wieder anschieben. Aber darüber lohnt es nicht zu lamentieren", sagte der SPD-Politiker. "Wir müssen mit Hochdruck arbeiten", bekräftigte er. Aktuell gibt es nach Lauterbachs Angaben bis zu 700.000 Impfungen pro Tag. "Ich glaube aber, dass wir es doch wieder beschleunigen können."

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Mit der laufenden Booster-Kampagne zeigte sich Lauterbach zufrieden. Von Werten wie in England, wo mehr als 85 Prozent der Berechtigten eine Auffrischungsimpfung erhalten haben, sei Deutschland jedoch weit entfernt. Hier liege die Quote bei rund 45 Prozent.

fml

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