Bundesregierung: Aufnahme der Getreideexporte ist 'Hoffnungsschimmer'

BERLIN (dpa-AFX) - Die Bundesregierung hat das Auslaufen des ersten Frachtschiffes mit ukrainischem Getreide aus dem Schwarzmeer-Hafen Odessa begrüßt. "Das ist ein Hoffnungsschimmer in einer sich zuspitzenden Ernährungskrise", sagte der Sprecher des Auswärtigen Amtes, Christofer Burger, am Montag in der Bundespressekonferenz in Berlin. Jetzt sei es wichtig, dass das Getreideabkommen weiter mit Leben gefüllt werde und weitere Schiffe auslaufen könnten.

"Gleichzeitig arbeiten wir weiter mit Hochdruck an der Schaffung von alternativen Routen", sagte Burger weiter. "Denn die letzten Monate haben gezeigt, dass es fahrlässig wäre, sich auf Zusicherungen blind zu verlassen." Die Initiative der EU-Kommission habe bereits zu einer enormen Steigerung der Exporte auf Straße und Schiene nach Europa geführt. Über diese Route, die vor Beginn des Kriegs in der Ukraine gar nicht existiert habe, seien im Juni und Juli jeweils rund 2,5 Millionen Tonnen Getreide transportiert worden.

"Aber richtig ist auch: Wir brauchen den Seeweg, um eine internationale Ernährungskrise zu verhindern", sagte der Sprecher des Auswärtigen Amtes.

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