Bundesnetzagentur lässt irreführende Handwerker-Nummern abschalten

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Ein Unternehmen für Handwerksdienste hat der Bundesnetzagentur zufolge mit zahlreichen Telefonnummern nur vorgetäuscht, tatsächlich vor Ort zu sein - jetzt hat die Behörde 264 dieser Nummern abschalten lassen. "Verbraucher müssen sich darauf verlassen können, dass eine Rufnummer im eigenen Vorwahlbereich zu einem am Ort ansässigen Unternehmen führt", erklärte der Präsident der Bundesnetzagentur, Jochen Homann, am Montag.

Im konkreten Fall hatte demnach ein Anbieter für Handwerksdienste mit Ortsnetzrufnummern für seine Dienste geworben, obwohl es in den jeweiligen Vorwahlbereichen keinen Betriebssitz des Unternehmens gab. "Wir setzen die Überprüfung von Anbietern, die mit Ortsnetzrufnummern nur vortäuschen, vor Ort zu sein, mit Nachdruck fort, und gehen gegen diese Wettbewerbsverstöße vor", erklärte Homann.

Im vergangenen Jahr hatte die Bundesnetzagentur bereits zahlreiche Rufnummern von anderen Unternehmen abschalten lassen, die ebenfalls irreführend mit Ortsnähe warben. "Insbesondere Dienste, die in Not- und Sondersituationen benötigt werden, wie Schlüsseldienste, Kanalreiniger und Haushaltsauflöser, werben teilweise rechtswidrig mit Ortsnetzrufnummern", erklärte die Bundesnetzagentur. So wollten sie Kunden gewinnen, denen eine örtliche Nähe des Auftragnehmers wichtig ist.