Bundesliga: Zorc in Rage wegen Videobeweis-Tor

Der 1. FC Köln wurde Leidtragender einer umstrittenen Entscheidung per Videobeweis und will Beschwerde einlegen. BVB -Manager Michael Zorc hat dafür kein Verständnis.

Der 1. FC Köln wurde Leidtragender einer umstrittenen Entscheidung per Videobeweis und will Beschwerde einlegen. BVB-Manager Michael Zorc hat dafür kein Verständnis.

Jörg Schmadtke, Sportdirektor des Effzeh, hatte im Anschluss an die Partie gegen den BVB (0:5) eine Beschwerde angekündigt. Er will das Spiel wiederholen, nachdem der Videobeweis beim 0:2 der Dortmunder entscheidend eingriff und damit den Spielverlauf beeinflusste.

Wenig später zeigte Hans-Joachim Watzke dafür wenig Verständnis. Dem schließt sich auch Zorc an: "Ich finde es nahezu grotesk oder lächerlich, wenn wir jetzt anfangen, an dem Spiel herumzudoktern. [...] Wenn wir jetzt das gesamte System noch pervertieren wollen, dann können wir das auch noch machen."

Zorc weiter überzeugt vom Videobeweis

Für ihn ist die Situation klar: "Ob der Pfiff nun erfolgte, als der Ball vor, auf oder hinter der Linie war, ist für mich vollkommen unerheblich. Er war auf jeden Fall deutlich im Rollen und kein Kölner Spieler hatte noch irgendeine Chance, diesen Treffer zu verhindern."

Schiedsrichter Patrick Ittrich hatte auf ein Offensivfoul der Dortmunder gegen Timo Horn entschieden, der ins Tor rollende Ball wurde abgepiffen. Der Videobeweis zeigte allerdings keinen Regelverstoß an, dem BVB wurde das Tor doch zugeschrieben.

"Alle wollten den Videobeweis. Es war kein Foulspiel, es war ein reguläres Tor. Das ist Fakt", erklärt Zorc. Nach dem 0:5 ist für ihn auch deutlich: "Bei der sportlichen Bewertung dieses Spiels gibt es nun wirklich keine zwei Meinungen."

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