Bundesliga: Zorc: "Es gibt einen Weg zurück" für Aubameyang

Sportdirektor Michael Zorc von Borussia Dortmund hat sich vor dem Freitagsspiel des BVB gegen Hertha BSC zur Personalie Pierre-Emerick Aubameyang geäußert: Die Tür für den Gabuner zurück in die Mannschaft sei nicht zu. Auch zum Abgang von Ousmane Dembele im Sommer 2017 findet er klare Worte.

Sportdirektor Michael Zorc von Borussia Dortmund hat sich vor dem Freitagsspiel des BVB gegen Hertha BSC zur Personalie Pierre-Emerick Aubameyang geäußert: Die Tür für den Gabuner zurück in die Mannschaft sei nicht zu. Auch zum Abgang von Ousmane Dembele im Sommer 2017 findet er klare Worte.

"Es ist keine Suspendierung", betonte Zorc im Eurosport-Studio. Es sei eine "sportliche Entscheidung" gewesen, Aubameyang nicht einzusetzen - beim Abschlusstraining habe "ein wenig der Fokus" gefehlt. Aubameyang habe die ganze Woche normal trainiert, aber "am Donnerstag hatten wir den Eindruck, es ist schwierig für ihn, sich auf die Aufgabe zu konzentrieren".

Zorc zum möglichen Aubameyang-Wechsel: "Wir planen mit ihm"

Dennoch sei damit ein Verkauf des Angreifers nicht die einzig mögliche Konsequenz. "Wir planen weiter mit Aubameyang", sagte Zorc. Es sei zudem "nichts wirklich auf dem Tisch, worüber wir zu befinden haben. Insofern ist im Moment auch viel Luft dabei". Aubameyang sei "mit einem Wechsel offensichtlich beschäftigt", aber in zwei Wochen könne die Situation wieder ganz anders sein: "Es gibt einen Weg zurück in die Mannschaft. Dazu gehört eine gewisse Verhaltensweise, dazu gehört Professionalität, dazu gehört vielleicht auch zu sagen: In der einen oder anderen Situation habe ich einen Fehler gemacht."

Das Werben von Arsenal-Trainer Arsene Wenger um Aubameyang hatte Zorc bereits am Donnerstag kritisiert. Am Freitag legte er nach: "Ich mag es grundsätzlich nicht, wenn man sich über Spieler anderer Vereine äußert. Das gehört zum guten Ton und sollte man bei aller Konkurrenz beibehalten werden."

Zorc: Aubameyang nicht mit Dembele-Theater vergleichbar

Vergleichen könne man das mit dem Wechsel von Dembele zum FC Barcelona aber nicht: "Wir haben im Sommer einen Spezialfall gehabt, als ein Topspieler in den Streik getreten ist. Das ist für mich eine neue Dimension gewesen." Er habe es auch noch nie erlebt, "dass dann ein großer Klub wie der FC Barcelona mit offenen Armen dort steht und vielleicht dieses Verhalten sogar nutzt in den Gesprächen über die Ablösesumme". Auf Solidarität zwischen den Vereinen zu hoffen, sei aber "utopisch".

Trainer Peter Stöger erklärte, Aubameyang habe die Nichtnominierung "zur Kenntnis genommen". Aber auch er stellte seinem Stürmer eine Rückkehr ins Team in Aussicht: "Ich nominiere den Kader von Woche zu Woche: Wenn er der Mannschaft helfen kann, hat er die ganze Woche Zeit, es zu zeigen. Er qualifiziert sich wie jeder andere für das nächste Spiel."

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