Bundesliga: Wegen Beleidigungen: Hopp will sich wehren

Mehrheitseigner Dietmar Hopp von der TSG 1899 Hoffenheim will die Anfeindungen gegnerischer Anhänger nicht länger hinnehmen und hat zum ersten Mal selbst juristische Schritte angekündigt.

Mehrheitseigner Dietmar Hopp von der TSG 1899 Hoffenheim will die Anfeindungen gegnerischer Anhänger nicht länger hinnehmen und hat zum ersten Mal selbst juristische Schritte angekündigt.

"Nach vielen Jahren der Geduld bleibt nur der Weg, die mir juristisch zur Verfügung stehenden Mittel auszuschöpfen, um mich zu wehren", schrieb der Milliardär im Vorwort des aktuellen TSG-Magazins "Spielfeld".

Gleichzeitig appellierte Hopp an den DFB und die DFL, verstärkt tätig zu werden. "Ich hoffe, dass nicht nur die Justiz, sondern auch der Verband und die Liga zur Einsicht kommen, diese Straftaten, die sich ja auch gegen andere wenden, entsprechend zu sanktionieren", schrieb der 77-Jährige: "Niemand darf in unseren Stadien solcher Beleidigungen übelster Art ausgesetzt sein."

Hopp: "Kriminelle Krakeeler"

Hopp sprach in diesem Zusammenhang von "skrupellosen und in Teilen kriminellen Krakeelern, die mit ihren widerlichen Bannern und Gesängen nicht weniger als Straftaten" begehen würden.

"Den meisten Krakeelern ist mein Beitrag für unseren Sozialstaat durchaus nicht fremd", schrieb Hopp: "Es interessiert sie nicht, wie viele Leben gerettet, wie viele Krankenhäuser gebaut wurden beziehungsweise werden. Sie lehnen die TSG Hoffenheim ab, alles andere ist ihnen egal." Laut Hopp setzten diese "Krakeeler" auf "platte Parolen und derben Hass, die keinerlei Argumenten Raum bieten".

Hopp hat kein Verständnis dafür, dass sein großer finanzieller Beitrag in den Bereichen Medizin, Bildung und Forschung von seinen Gegnern nicht akzeptiert oder gar gewürdigt wird.

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