Bundesliga: Wagner trifft gegen TSG: "Ich jubele auch gegen Mama und Papa"

Sandro Wagner hat beim 5:2-Sieg gegen die TSG Hoffenheim seinen ersten Treffer für den FC Bayern München erzielt. Dass dieser Treffer gegen seinen Ex-Klub gelang, spielt für den Angreifer keine Rolle. In der Mixed Zone der Allianz Arena erklärte er, warum er gegen jeden Gegner jubeln würde, weshalb er sich nach seinem Tor nicht selbst abfeiern möchte und was ihn an der Einstellung beim Rekordmeister besonders beeindruckt.

Sandro Wagner hat beim 5:2-Sieg gegen die TSG Hoffenheim seinen ersten Treffer für den FC Bayern München erzielt. Dass dieser Treffer gegen seinen Ex-Klub gelang, spielt für den Angreifer keine Rolle. In der Mixed Zone der Allianz Arena erklärte er, warum er gegen jeden Gegner jubeln würde, weshalb er sich nach seinem Tor nicht selbst abfeiern möchte und was ihn an der Einstellung beim Rekordmeister besonders beeindruckt.

"Es war besonders, mein erstes Tor für Bayern zu machen, aber nicht wegen Hoffenheim", erklärte der locker aufgelegte Wagner nach der Partie: "Ich bin da Profi genug wie jeder andere hier auch. Du musst in jedem Spiel versuchen, deine Leistung zu bringen. Das klingt wie eine Floskel, aber es ist ja so, dass es egal ist, gegen wen es geht."

Bei seinem Treffer aus Respekt vor dem Ex-Verein nicht zu jubeln, kam für den 30-Jährigen jedenfalls nicht in Frage: "Ich jubele gegen jedes Team, gegen das ich spiele. Egal, ob ich da ein Jahr war, ob meine Mama die trainiert oder mein Papa. Das ist nicht wichtig. Ich mache ein Tor und dann freue ich mich."

Wagner betonte, wie viel ihm der Treffer in seinem dritten Kurzeinsatz in der Bundesliga bedeute: "Ich konnte der Mannschaft helfen, dass wir ein schönes Spiel gemacht und das Spiel gedreht haben. Ich habe ein Tor gemacht. Ich hatte jetzt drei Kurzeinsätze. Es ist natürlich gut für einen Stürmer, auch gleich zu treffen, das bringt Selbstvertrauen. Es war toll, endlich das erste Tor für meinen Heimatverein zu machen."

Wagner: Tor war "nicht schwierig"

Zu hoch wollte der Angreifer seinen Treffer - auch mit Hinblick auf seine Chancen, bei der WM im Sommer dabei zu sein - nicht hängen: "Ich bin Realist. Ich habe heute ein Tor gemacht, das nicht so schwierig war. Ich könnte mich jetzt hier vor euch feiern, aber das mache ich lieber an anderer Stelle mal."

Zwar sei ihm die Meinung von Joachim Löw besonders wichtig. Nun gehe es jedoch erst einmal darum, seine beste Leistung abzurufen und weitere Tore zu erzielen.

Dass er bei den Bayern dazu mehr Möglichkeiten bekommen werde, war Wagner bewusst: "Klar kriegst du hier mehr Chancen als woanders, weil hier die Qualität noch einmal eine ganz andere ist als in anderen Mannschaften. Das wusste ich auch. Deswegen habe ich die Stellenbeschreibung gut gelesen und habe gewusst, dass ich auch mit wenigen Minuten viele Chancen bekomme und meine Tore machen kann. Ob ich sie mache, liegt an mir."

Zudem habe ihm Heynckes bereits in Aussicht gestellt, demnächst bei einer Partie in der Startelf zu stehen.

Mentalität beim FC Bayern beeindruckt Wagner

Beeindruckt zeigte sich der Nationalstürmer von der Mentalität im ganzen Verein. Auch beim 0:2-Rückstand habe er den unbedingten Siegeswillen der Kollegen gespürt: "Ich saß auf der Bank und habe geschaut, ob da jemand nervös wird, aber da war keiner nervös. Die haben sich alle gedacht: Das drehen wir schon. Respekt! Das ist halt der FC Bayern, das ist einfach ein ganz anderes Gefühl. Die liegen 0:2 hinten und machen einfach weiter."

Für Lacher sorgte Wagner, als er beschrieb, wie er seinen Treffer zum 5:2 erzielt habe: "Es war eine Mischung im Leistenbereich. Es kann sein, dass das beste Stück auch mit dabei war. Da bin ich mir nicht mehr sicher. Aber es war auf jeden Fall sehr angenehm."

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