Bundesliga-Vorschau: Pizarros Rache und die Angst des HSV vor 4:45 Toren gegen Bayern

Der Torjäger kann seinen Ex-Trainer abschießen, Müller in Hamburg einen Rekord schaffen. Es wird der Spieltag des unschönen Wiedersehens.

Berlin.  Wir lieben den Fußball, weil er das Leben imitiert. Rache zum Beispiel ist so ein Motiv, das uns Menschen nicht fremd ist. Auch wenn man sich nicht sicher sein kann, ob Claudio Pizarro wirklich ein normaler Mensch ist, oder ein nie alternder Entsandter eines Torjäger-Planeten, dürfte der Wunsch nach Revanche in ihm schlummern.

Pizarro, mittlerweile 39 Jahre alt, spielte bis Sommer in Bremen. Auch dort erinnern sie sich an den Peruaner nicht als einen normalen Menschen, sondern als einen Heiligen, der in 271 Partien für Werder 144 Tore erzielte. Pizarro hätte dieser Statistik gern noch etwas hinzugefügt, aber Werders Trainer Alexander Nouri wollte den Oldie, dessen Vertrag auslief, loswerden.

Der Showdown der Sieglosen

Also zog es Pizarro weiter zum 1. FC Köln. Und mit dem empfängt er am Sonntag Werder zum Showdown der Sieglosen (13.30 Uhr). Köln ist Letzter und noch ohne Dreier – ebenso wie Werder als Vorletzter. Für Nouri ist es schon das Endspiel. Pizarro könnte seinen Ex-Trainer, der ihn nicht mehr wollte, also aus dem Job schießen. Danach gefragt, sagte der Stürmer: "Ich kann kein Mitleid haben." Das letzte Mal, als er gegen Bremen spielte, erzielte er übrigens zwei Tore und bereitete eines beim 5:2 des FC Bayern vor.

Es ist ohnehin der Spieltag des unschönen Wiedersehens. Timo Werner trifft mit RB Leipzig am Sonnabend (15.30 Uhr) auf seinen Ausbildungsverein VfB Stuttgart. Den verließ er nicht nur mit wohligen Gefühlen. Für RB traf er danach in 37 Spielen 26 Mal – doppelt so o...

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