Bundesliga: Urkundenfälschung? Strafbefehl für Keita

Mittelfeldspieler Naby Keita von RB Leipzig ist wegen Urkundenfälschung ins Visier der Staatsanwaltschaft geraten. "Dieser Vorgang ist uns bekannt", bestätigte ein Klubsprecher auf SID-Anfrage einen Bericht der Bild über die Verwicklung des 22-Jährigen in eine Führerschein-Affäre.

Mittelfeldspieler Naby Keita von RB Leipzig ist wegen Urkundenfälschung ins Visier der Staatsanwaltschaft geraten. "Dieser Vorgang ist uns bekannt", bestätigte ein Klubsprecher auf SID-Anfrage einen Bericht der Bild über die Verwicklung des 22-Jährigen in eine Führerschein-Affäre.

Man gehe jedoch "nach eingehenden Gesprächen nicht davon aus, dass es sich um eine Fälschung handelt", erklärte der Sprecher weiter. Keitas Anwalt sei eingeschaltet und warte auf Akteneinsicht.

Am Samstag im Verfolgerduell gegen Hannover 96 fehlte Keita in der Leipziger Startelf, Trainer Ralph Hasenhüttl verneinte bei Sky, dass die Nichtberücksichtigung etwas "mit dem Vorfall zu tun" habe. "Ich habe mit ihm nicht über diesen Vorfall gesprochen, wir müssen uns um andere Dinge kümmern", sagte der Österreicher.

Die Bild hatte am Freitagabend gemeldet, dass gegen den guinesischen Nationalspieler Strafbefehl erlassen worden sei. Keita soll auf deutschen Ämtern zweimal versucht haben, allem Anschein nach gefälschte Führerscheine aus seiner afrikanischen Heimat umschreiben zu lassen, um in Deutschland am Straßenverkehr teilnehmen zu dürfen.

Papiere "Totalfälschungen"

Die Papiere seien von Spezialisten des sächsischen Landeskriminalamtes "als Totalfälschungen identifiziert" worden, wird Sprecher Stefan Blaschke vom Amtsgericht Leipzig von dem Blatt zitiert. Weiterhin stehe laut Blaschke für Keita eine Strafe "im sechsstelligen Bereich" im Raum.

Offen ist, ob gegen Keita, der im kommenden Sommer für den Klub-Transferrekordwert von 75 Millionen zum englischen Spitzenklub FC Liverpool wechselt, auch wegen Fahrens ohne gültigen Führerschein ermittelt wird. Nationalspieler Marco Reus von Borussia Dortmund war im Dezember 2014 wegen wiederholten Fahrens ohne Fahrerlaubnis zu einer Geldstrafe in Höhe von rund 540.000 Euro verurteilt worden.

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