Bundesliga: Trotz Krise: Köln hält an Trainer Stöger fest

Peter Stöger übernimmt mit sofortiger Wirkung das Traineramt bei Borussia Dortmund. Das gab der deutsche Fußball-Spitzenclub am Sonntag bekannt. Der Wiener tritt die Nachfolge des Niederländers Peter Bosz an, der nach der 1:2-Heimniederlage am Samstag gegen Werder Bremen entlassen wurde. Stöger erhält einen Vertrag bis 30. Juni 2018. Der 51-Jährige hatte erst am vergangenen Sonntag seinen Job als Betreuer des 1. FC Köln verloren.

Peter Stöger bleibt trotz der sportlichen Krise zunächst Trainer des Fußball-Bundesligisten 1. FC Köln. Dies teilte die sportliche Leitung um Vize-Präsident Toni Schumacher und Finanz-Geschäftsführer Alexander Wehrle am Montagvormittag mit.

"Peter Stöger bereitet die Mannschaft auf das Spiel auf Schalke vor und wird am Samstag auch auf der Bank sitzen", sagte Schumacher dem Express mit Blick auf das Auswärtsspiel am Samstag (18.30 Uhr im LIVETICKER) in Gelsenkirchen.

Ein klares Bekenntnis zu Stöger vermieden die Verantwortlichen jedoch, eine Trennung erscheint weiterhin möglich. Nach dem 0:2 gegen Hertha BSC am Sonntagabend hatte sich die sportliche Führung intensiv beraten, Stöger war bei diesem Treffen nicht dabei. "Dass man in unserer Situation häufiger das Gespräch sucht und sich austauscht, halte ich für völlig normal", sagte Wehrle: "Dass man den Inhalt solcher Gespräche nicht öffentlich macht, auch."

Stöger ist seit 2013 bei den Kölnern, er hatte den Klub aus der 2. Bundesliga bis in die Europa League geführt. Mit nur zwei Punkten aus 13 Spielen steht der FC abgeschlagen am Tabellenende, Stöger geriet in den vergangenen Wochen zunehmend in die Kritik. Insbesondere die Offensive bereitet große Sorgen, bislang hat die Mannschaft nur vier Tore erzielt.

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