Bundesliga: Thomas Müller über die Trainer-Frage beim FC Bayern: "Kindergarten"

Thomas Müller hat genug vom Dauerthema Trainer-Frage beim FC Bayern München in den Medien und liefert einen interessanten Vorschlag. Ferner sieht er das Image von Fußballern besser als früher und misst dem Mangel an Profispielern mit bayrischen Wurzeln eine nicht so große Bedeutung bei.

Thomas Müller hat genug vom Dauerthema Trainer-Frage beim FC Bayern München in den Medien und liefert einen interessanten Vorschlag. Ferner sieht er das Image von Fußballern besser als früher und misst dem Mangel an Profispielern mit bayrischen Wurzeln eine nicht so große Bedeutung bei.

Im Gespräch mit Amazon verrät Müller, dass es ihn schon ein wenig nervt, dass die Trainer-Thematik beim FC Bayern permanent angesprochen wird: "Es ist nicht immer gut, wenn zu viele Personen bei Entscheidungen mitreden. Der Trainer wird sich nicht mehr dazu äußern und es ist ja auch Kindergarten, wenn jede Woche nachgefragt wird."

Um mehr Ruhe reinzubringen, machte der Weltmeister von 2014 daher diesen Vorschlag: "Vielleicht können die Medien sich einmal im Monat zusammentun und nachfragen. Mein Vorschlag wäre immer der 15. eines Monats. Dann schauen wir mal, wie oft wir das noch machen müssen."

Müller über Image der Profifußballer: "Sind näher an den Fans"

Was das Image des FC Bayern und der Branche insgesamt betrifft, sieht Müller eine positive Entwicklung: "Das Image von Fußballspielern ist besser als vor 20 Jahren noch. Wir sind näher dran an den Fans." Das wiederum habe aus seiner Sicht auch mit der Erfolgswelle beim FC Bayern in den letzten Jahren zu tun, denn dadurch "haben wir gelernt, demütiger erfolgreich zu sein." Müller ergänzte: "Wir haben es nicht mehr nötig, irgendwelche Parolen über die Medien rauszuhauen, um den Gegner zu verunsichern. Ich denke, das wird von den Gegnern auch respektiert."

Nicht entscheidend dafür ist jedoch, ob Spieler aus Bayern beim Rekordmeister aktiv seien oder nicht. "Natürlich tut es immer gut, wenn im Kader einer oder mehrere Spieler aus der Region da sind. Das A und O ist aber die sportliche Qualität", sagte Müller, der hinzufügte: "Man kann sich eben nicht aussuchen, wo diese Spieler geboren und aufgewachsen sind. Es ist schwieriger geworden, eine Identität in der Mannschaft zu erhalten."

Müller über Mia-san-Mia: "Liegt an den Spielern selbst"

Andererseits sei es wichtig, dass die Personen, die darauf Einfluss nehmen können, die Identität weiter vorleben: "Das Mia-san-Mia kann man nicht greifen. Man kann es vielleicht als Glaube daran, dass der Bayern-Dusel nur ein Mythos ist, beschreiben. Denn man schießt eben oft in der letzten Minute noch ein Tor, wenn man noch lange genug an sich glaubt. Es liegt an den Spielern selbst, das aufzunehmen und in dieses Verständnis hineinzuwachsen. Da sehe ich keine Probleme für die Zukunft."

Auf die WM in Russland angesprochen, gab Müller eine klare Zielsetzung aus: " Ich freue mich schon und möchte mich natürlich gut präsentieren, auch im Vorfeld. Die Ziele sind hoch und wir wollen in Russland natürlich alles erreichen, was es zu holen gibt."

Eine Weltmeister-Prognose will der einstige WM-Torschützenkönig aber keine abgeben, obgleich ihn ein modischer Aspekt anspreche: "Wer Weltmeister wird, weiß nur der Fußballgott - aber aktuell sind es noch wir. Und dieses Patch auf dem Trikot steht uns gut."

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