BUNDESLIGA: Stadion-Frage: Hertha konzentriert sich auf Berlin

Hertha-Manager Michael Preetz (l.) und Präsident Werner Gegenbauer

Berlin.  In den sozialen Netzwerken tat sich der eine oder andere schwer, das Resultat korrekt einzuordnen. So twitterte der RBB: "In Kurzform heißt das: Hertha BSC kann auch künftig nach Brandenburg umziehen. Ein neues Stadion nur in Berlin – ist nicht!" Das ist zwar schnell und knapp, aber ziemlich genau das Gegenteil von dem, was Herthas Mitglieder abgestimmt hatten.

Bei der Versammlung am Montag ging es nicht um die Frage, ob Hertha künftig in Berlin oder eventuell doch in Brandenburg spielen wird. Bei der Abstimmung ging es um die Frage, ob die Spielstätte in Paragraf 1 der Satzung festgelegt werden soll. Bei 60,4 Prozent Ja-Stimmen und 39,6-Prozent Nein-Stimmen wurde die erforderliche Dreiviertel-Mehrheit verfehlt. Trotzdem dürfen sich alle ­Beteiligten ein wenig als Sieger fühlen.

Ludwigsfelde ist seit Monaten aus dem Rennen

Die Befürworter des Standortes Berlin haben gewonnen, weil eine deutliche Mehrheit für den Spielort innerhalb der Stadtgrenzen gestimmt hat. Das heißt: Für Hertha ist die Option Brandenburg vom Tisch. Die ­Option Ludwigsfelde spielte in den Planungen des Hauptstadt-Klubs seit Monaten ohnehin schon keine Rolle mehr.

Auch Präsidium und Aufsichtsrat können sich als Gewinner fühlen. Weil ein drohendes juristisches Scharmützel abgewendet wurde, ob in der Satzung des Hertha e.V. die Spielstätte für Mannschaften der Hertha-Kommanditgesellschaft (das sind u.a. die Profis) festgelegt werden darf. Stattdessen wiederholte Präsident Werner Gegenbauer das Bekenntnis: Die Ve...

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