Bundesliga: Kind über Schumacher-Kommentare: "Niveaulos"

Toni Schumacher, Vizepräsident des 1. FC Köln , hat das Interesse der Rheinländer an Hannovers Sportdirektor Horst Heldt offiziell bestätigt. 96-Präsident Martin Kind war ob der Aussagen Schumachers verärgert - und warf diesem ein "niveauloses" Vorgehen vor.

Toni Schumacher, Vizepräsident des 1. FC Köln, hat das Interesse der Rheinländer an Hannovers Sportdirektor Horst Heldt offiziell bestätigt. 96-Präsident Martin Kind war ob der Aussagen Schumachers verärgert - und warf diesem ein "niveauloses" Vorgehen vor.

"Wir haben auch mitgenommen, dass es Probleme in Hannover gibt", hatte Schumacher am Sonntag bei Sport1 erklärt. "Wir haben mit Horst Heldt das Gespräch gesucht. Wir haben Interesse bekundet und telefoniert. Herr Kind hat gesagt: 'Sprich mit ihnen.' Er hat mit uns gesprochen und ist mit dem Ergebnis zu Herrn Kind gegangen. Jetzt ist es Sache von den Verantwortlichen in Hannover." Es handle sich bei Heldt um eine "Herzensangelegenheit".

Schumacher bezog sich mit seiner Aussage über das Betriebsklima in Hannover auf das schwierige Verhältnis zwischen Heldt und dem Aufsichtsratsmitglied Martin Andermatt.

Kind zeigte sich angesichts der Kommentare Schumachers am Mikrofon von Sky Sport mehr als verärgert. Der solle sich mit dem Effzeh beschäftigen, "damit hat er genug zu tun. Dass er sich nun über angebliche Probleme bei Hannover äußert, zeigt doch nur, wie groß der Druck in Köln ist. Das ist aber niveaulos und gehört sich nicht." Es störe ihn, "dass Herr Schumacher über uns redet, noch dazu falsch. Das geht ihn alles nichts an."

Probleme zwischen Andermatt und Heldt verwies er ins Reich der Fabeln: "Andermatt ist ein pflegeleichter Mann. Alles ist gut. Es gab in der Vergangenheit wegen eines Transfers mal unterschiedliche Bewertungen. Das wurde analysiert und ausgeräumt, ohne dass etwas hängen geblieben ist. Außerdem gehören Diskussionen ab und zu dazu und sind wichtig."

Zu den Gesprächen zwischen Heldt und Köln hatte er sich zuvor bereits klar geäußert: "Er (Heldt, Anm. d. Red.) kommt aus Köln und hat eine Kölner Vergangenheit, deswegen habe ich den Gesprächen zugestimmt. Es ist eine Herzensangelegenheit. Er hat aber nicht gefragt, ob wir ihn freistellen würden. Wir planen mit Horst Heldt, und er wird unsere Entscheidung akzeptieren."

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