Bundesliga: Schalke 4:4 nach 0:4 im Derby, Bosz droht Entlassung - Bayern verlieren

Borussia Dortmund hat im 173. Revierderby einen 4:0-Vorsprung gegen Schalke 04 verspielt und musste sich am Ende mit einem 4:4 zufriedengeben. BVB-Trainer Peter Bosz droht damit die Entlassung.

Für eine Überraschung sorgte Borussia Mönchengladbach. Die Fohlen entzauberten im Samstagabendspiel Tabellenführer Bayern München und gewannen 2:1 (2:0). Damit kassierte Bayern-Coach Jupp Heynckes ausgerechnet gegen seinen Stammverein die erste Niederlage nach seinem Comeback aufseiten des FC Bayern. Thorgan Hazard (39., Handelfmeter) und Matthias Ginter (44.) trafen für die Borussia, Arturo Vidal (74.) für die Bayern.

Noch mehr los war allerdings im Dortmunder Signal Iduna Park. Torjäger Pierre-Emerick Aubameyang (12.), Benjamin Stambouli (18., Eigentor), Mario Götze (20.) und Raphael Guerreiro (25.) schossen die Dortmunder Tore, die beim Führungstreffer ein wenig Glück hatten, weil Aubameyang den Ball mit der Ball berührte, als er die Kugel aus kurzer Distanz über die Linie beförderte.

Guido Burgstaller (61.), Amine Harit (65.), Daniel Calgiuri (86.) und Naldo (90.+4) waren für die Schalker zum unglaublichen 4:4 erfolgreich. Aubameyang (72.) flog per Gelb-Roter Karte vom Platz. Ein Treffer von Schalkes Naldo (53.) wurde wegen einer Abseitsstellung nach Videobeweis zu Recht nicht gegeben. S04 ist damit Tabellendritter und rangiert vor dem BVB. Die Bayern hatten 1976 als zuvor einziger Klub einen 0:4-Rückstand beim VfL Bochum wettgemacht und sogar 6:5 bei den Westfalen gewonnen.

Dortmunds Sportdirektor Michael Zorc hatte dem angeschlagenen Bosz unmittelbar vor dem Derby demonstrativ den Rücken gestärkt. "Es gibt kein Ultimatum für Peter Bosz und keinen Automatismus, der mit dem Ausgang dieses Spieles verbunden ist. Wir wollen mit ihm den Turnaround schaffen", sagte der Ex-Nationalspieler bei Sky.

Vizemeister RB Leipzig gewann am 13. Spieltag das Heimspiel gegen Werder Bremen mit 2:0 (1:0) und schob sich als Tabellenzweiter bis auf drei Zähler an den Spitzenreiter heran. Naby Keita (34.) schoss die Sachsen in Führung, Bernado (87.) sorgte für das 2:0.

Bayer Leverkusen erkämpfte sich ein 1:0 (0:0) bei Eintracht Frankfurt und hatte schon in der ersten Hälfte mit zwei Aluminiumtreffern Pech. Kevin Volland (76.) traf zum Tor des Tages für den Werksklub.

Hoch her ging es in der Anfangsphase in Augsburg. Beim 2:1 (0:1) des FCA gegen den VfL Wolfsburg flog U21-Europameister Maximilian Arnold vom VfL in der elften Minute per Roter Karte nach Videobeweis vom Platz. Nach Anschauen der TV-Bilder hatte der Unparteiische Tobias Stieler auf Notbremse entschieden, eine viel zu harte Entscheidung.

Daniel Didavi (40.) brachte die Wölfe in Führung, profitierte allerdings von einem schweren Fauxpas von FCA-Keeper Marwin Hitz. Michael Gregoritsch (51.) markierte den 1:1-Ausgleich für die Schwaben. Nach Videobeweis wurde ein Foulelfmeter für die Augsburger wieder zurückgenommen (60.). Alfred Finnbogason (78.) sicherte den Dreier für den FCA.

Der SC Freiburg schaffte beim 2:1 (0:0) gegen den FSV Mainz 05 den angepeilten Heimsieg und verschaffte sich etwas Luft im Tabellenkeller. Nils Petersen (51.) traf zum 1:0 für die Breisgauer, Florian Kath (90.+1) sorgte für die Entscheidung. Emil Berggreen (90.+2) gelang noch das Anschlusstor.

In seinem siebten Auswärtsspiel der Saison hatte am Freitagabend der VfB Stuttgart seinen ersten Punkt geholt. Die Schwaben erkämpften sich ein 1:1 (1:0) beim Mitaufsteiger Hannover 96. Takuma Asano (24.) brachte die Gäste nach einem fatalen Patzer von 96-Keeper Philipp Tschauner zunächst in Führung. Der eingewechselte Niclas Füllkrug traf per Foulelfmeter (76.) für die Niedersachsen.

96-Manager Horst Heldt bekräftigte unterdessen seine Absicht, Gespräche mit dem 1. FC Köln über eine Rückkehr an den Rhein zu führen. Hannovers Klub-Chef Martin Kind will indes den Manager, der noch bis 2020 an die Niedersachsen gebunden ist, nicht ziehen lassen.