Bundesliga: SC Freiburg seit neun Spielen ungeschlagen: The Invincibles

Der SC Freiburg ist aktuell die am längsten ungeschlagene Mannschaft der Bundesliga. Seit neun Spielen hat der Sport-Club nicht mehr verloren und zuletzt auch namhafte Gegner geärgert. Die richtungsweisenden Spiele kommen aber jetzt.

Der SC Freiburg ist aktuell die am längsten ungeschlagene Mannschaft der Bundesliga. Seit neun Spielen hat der Sport-Club nicht mehr verloren und zuletzt auch namhafte Gegner geärgert. Die richtungsweisenden Spiele kommen aber jetzt.

Auf der Pressekonferenz vor dem Spiel mit Bayer Leverkusen wurde Christian Streich gefragt, wie sich die "Mega-Perfomance" seiner Mannschaft gegen Spitzenteams erklären lasse. Der 52-jährige Streich war ob der Formulierung "fast irritiert".

Er habe keine Mega-Performance gesehen, sondern nur ein Team, das hart gearbeitet habe, oder "geworked", wie Streich anmerkte und damit die Presserunde einmal mehr blendend unterhielt.

Auch beim 0:0 gegen Bayer Leverkusen am Samstagnachmittag lieferte der SC Freiburg wieder saubere Arbeit ab. Mit guter Organisation und hohem Aufwand - die Spieler des Sport-Clubs liefen 122,86 Kilometer - hielten die Breisgauer Leverkusens so gefährliche Offensive weitgehend im Zaum.

Freiburgs gesunde Härte

Ein weiterer Fraktor war die gesunde Härte: 20 Fouls und sieben Gelbe Karten sammelten die Freiburger. Es gab mehrere kleine Rudelbildungen und aufgeregte Diskussionen an der Seitenlinie. "Alle haben sich ein bisschen aufgeregt, aber alle haben sich auch schnell wieder beruhigt", sagte Herrlich, ehe er sich nach Ende der Presskonferenz noch mit Streich umarmte.

"Ich bin schon froh, dass ich mit gesunden Spielern nach Hause fahre. Freiburg hat sehr aggressiv gespielt. Aber es ging nie über die Grenze", sagte Herrlich. Streich ("Es war ein sehr intensives Spiel") gestand ein, dass "wir natürlich zwei- oder dreimal zu spät dran" waren: "Aber gegen Leverkusen bist du halt mal zu spät dran. Die sind einfach zu gut."

Freiburg meistert schweres Auftaktprogramm

Leverkusen gilt mit dem FC Bayern als heißestes Team der Bundesliga. Dabei sind weder Bayer noch Bayern in einer Kategorie so gut wie der Sport-Club: neun Spiele in Folge haben die Breisgauer nicht verloren. Nach schwachem Saisonstart sind die Freiburger aktuell nahezu unschlagbar, oder auf Englisch gesagt: invincible.

Dabei hatte es das Auftaktprogramm der Rückrunde in sich. Frankfurt, Leipzig, Dortmund und Leverkusen hießen die Gegner. Ein Sieg und drei Unentschieden sind die Bilanz, die Freiburg einen kleinen Vorsprung (fünf Punkte) auf den Relegationsplatz beschert hat.

Streich wünscht sich fünf Punkte mehr

Mit dieser guten Ausgangsposition geht der Sport-Club in die richtungsweisenden Partien gegen die direkten Konkurrenten im Abstiegskampf Hannover 96 und Werder Bremen. Der Last-Minute-Sieg der Bremer auf Schalke hat den Vorsprung nach unten aber etwas schrumpfen lassen.

"Mich überrascht es kein bisschen, dass Werder gegen Schalke gewonnen hat", sagte Streich. "Insofern hätte ich auch lieber nicht diese Serie. Und dafür fünf Punkte mehr."

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