Bundesliga: Sammer: James hat "eine Eingeschränktheit"

Matthias Sammer hat sich zum Neuzugang des FC Bayern München , James Rodriguez , in einem Interview kritisch geäußert. Auf der anderen Seite adelte er einmal mehr die außergewöhnlichen Qualitäten von Thomas Müller .

Matthias Sammer hat sich zum Neuzugang des FC Bayern München, James Rodriguez, in einem Interview kritisch geäußert. Auf der anderen Seite adelte er einmal mehr die außergewöhnlichen Qualitäten von Thomas Müller.

"Er hat natürlich, auch von der Position her, eine gewisse Eingeschränktheit", sagte Sammer im Interview mit Eurosport über Bayerns Neuzugang James. "Er kann nicht über die Seiten spielen, da fehlt ihm das Tempo", führte der ehemalige Bayern-Sportdirektor weiter aus.

Laut Sammer könnte ein defensiver Sechser den Kolumbianer aus dem Spiel nehmen. "Wenn du ihm permanent auf die Füße trittst, wird er wenig Möglichkeiten haben, sich zu befreien."

Neben den spielerischen Anlagen kritisierte Sammer auch den Hype, der um James entstanden ist: "Social Media und viel Brimborium. Das ist alles schön und gut. Aber mich interessiert als Leistungssportler, in der die Leistung im Mittelpunkt steht, dann doch eher die Wertigkeit von Thomas Müller."

Ritterschläge für Thomas Müller

Sammer adelte dabei die Führungsqualitäten des deutschen Nationalspielers, speziell nach den Abgängen von Holger Badstuber, Bastian Schweinsteiger und Philipp Lahm. Laut Sammer sei Müller eine "ganz, ganz wichtige Integrationsfigur für die Zukunft dieses Klubs."

Sammer ging dabei sogar noch einen Schritt weiter und bezeichnete Bayerns Nummer 25 als "die Seele und Zukunft des FC Bayern." Dies müsse der Verein verstehen.

Thomas Müller als Spielertypus "einzigartig"

Doch nicht nur als Persönlichkeit, auch als Spieler sei der Oberbayer unersetzlich: "So ein Spielertypus wie Thomas Müller ist einzigartig auf der Welt. Dieses Unbeschwerte, diese Leichtigkeit, diese flachsigen Sprüche."

Aufgrunddessen appelliert Sammer an die Führungsriege der Bayern, dass solch ein Spieler den Verein nicht verlassen sollte. Demnach müssen Karl-Heinz Rummenigge und Uli Hoeneß die Wichtigkeit eines Müllers verstehen und ihm Vertrauen schenken: "Das ist eine wichtige Aufgabe der beiden Führungspersönlichkeiten des Klubs", ist sich Sammer sicher.

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