Bundesliga: KHR vs. DFB: "Wird vom FCB nicht akzeptiert"

Im Streit um die Werbeplakate von DFB-Sponsor Mercedes hat der Vorstandsvorsitzende des FC Bayern München Karl-Heinz Rummenigge nun klar Stellung bezogen und den Deutschen Fußballbund scharf kritisiert.

Im Streit um die Werbeplakate von DFB-Sponsor Mercedes hat der Vorstandsvorsitzende des FC Bayern München Karl-Heinz Rummenigge nun klar Stellung bezogen und den Deutschen Fußballbund scharf kritisiert.

"Der DFB mutiert immer mehr zu einer Vermarktungsmaschine, und das wird vom FC Bayern nicht akzeptiert", erklärte Rummenigge am Freitag gegenüber der Süddeutschen Zeitung.

Zuvor hatte Mercedes als DFB-Werbepartner Plakate veröffentlicht, auf denen mit Jerome Boateng und Joshua Kimmich auch zwei Profis des FC Bayern abgebildet waren.

Damit verstößt die Werbung gegen die offiziellen DFL-Richtlinien. Diese besagen, dass bei Werbemotiven der Nationalmannschaft kein Spieler ohne Zustimmung des Vereins abgebildet werden darf, insofern es sich um Reklame für ein Kokurrenzprodukt eines Anteileigers handelt. Da Audi als direkter Mercedes-Konkurrent mit 8,33 Prozent am FC Bayern beteiligt ist, hat der Verein Beschwerde bei der DFL eingereicht.

Eine Mercedes-Sprecherin erklärte derweil, dass "alle unsere Werbemaßnahmen im Vorfeld mit dem DFB abgestimmt und erst nach Freigabe verwendet werden".

Der Verband hat dem bisher nicht widersprochen. Bisher erklärte er nur, dass er in der "internen Abstimmung mit allen Beteiligten" sei. Eine generelle Zustimmung habe es aber scheinbar gegeben: "Hinsichtlich des Freigabe-Verfahrens von Plakatmotiven gilt, dass der DFB in der Regel mehreren Optionen zustimmt. Die konkrete Auswahl liegt dann jeweils bei Mercedes-Benz."