Bundesliga: Reschke: "Die Bayern wissen genau, was sie machen"

Der VfB Stuttgart wird seit einigen Wochen von Michael Reschke geführt. Der Sportvorstand beruhigt die Lage nach drei Partien ohne Sieg und widerspricht manchem Trend.

Der VfB Stuttgart wird seit einigen Wochen von Michael Reschke geführt. Der Sportvorstand beruhigt die Lage nach drei Partien ohne Sieg und widerspricht manchem Trend.

"Ich kann verstehen, wenn manche Fans aufgrund der großen Vergangenheit des Klubs andere Vorstellungen davon haben, wie der VfB in der Bundesliga platziert sein sollte", merkt Reschke in der Bild an. Gleichwohl erklärt er, dass "aktuell eine gewisse Demut angebracht" sei.

Der VfB habe seit der Meisterschaft 2007 zu viele falsche Entscheidungen getroffen: "Wenn wir den Klassenerhalt packen, können wir mit guten Personalentscheidungen sicher den nächsten Schritt machen und uns langfristig hoffentlich wieder im oberen Drittel etablieren. Die Bundesliga ist ja sehr eng beieinander."

VfB: Keine Panik nach Niederlagen

Dementsprechend soll nach drei Partien ohne Sieg keine Panik ausbrechen: "Der ganze Stab macht einen großartigen Job! Wir haben von Anfang an betont, dass es nur um den Ligaverbleib geht. Falls es zwischenzeitliche Dellen gibt, wird hier keiner hektisch werden."

Am 8. Spieltag geht es gegen den 1. FC Köln. Die Gäste werden am Freitagabend (20.30 Uhr im LIVETICKER) versuchen, ihre eigene Krise zu überwinden: "Das Köln-Spiel wird deutlich das intensivste in der bisherigen Saison. Für den FC hat es Final-Charakter, und für uns ist es extrem wichtig!"

Kein internationaler Trend

Gleichwohl hat Reschke auch ein Auge auf das internationale Geschehen. Er sieht keine deutsche Krise: "Die deutschen Mannschaften hatten jetzt mal zwei unbefriedigende Spieltage. Aber die Bundesliga hat in der Uefa-Wertung in den letzten fünf Jahren konstant stark gepunktet."

Die Forderung nach mehr Investitionen kann er nicht nachvollziehen. "Ich finde die Seriosität, mit der die deutschen Klubs arbeiten, sollte hochgeschätzt werden. Das, was Paris macht, ist eine Ausnahme, speziell auch angesichts der Gehälter, die sie auf die Ablösen noch oben draufzahlen."

Reschke über Ex-Klub FC Bayern

Der FC Bayern München, Reschkes ehemaliger Verein, handle vernünftig: "Glauben Sie mir: Die Bayern wissen genau, was sie machen." Gleiches gilt für die Verpflichtung des 72-jährigen Jupp Heynckes: "Der Jupp wird den ganzen Klub, die ganze Mannschaft in kürzester Zeit wieder binden und das Schiff stabilisieren."

Reschke ist sich sicher: "Die Bayern haben eine Granaten-Mannschaft. Ich bin sicher: Sie werden in allen Wettbewerben weit vorne landen." An der Zusammenstellung dieser Granaten-Mannschaft war Reschke immerhin nicht unbeteiligt.

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