Bundesliga: Präzise wie ein Schweizer Taschenmesser

Karl-Heinz Rummenigge mit seinem neuen Star Corentin Tolisso

München.  Voilà, da ist er, der teuerste Beaujolais, den sich der FC Bayern je geleistet hat. Seit Sonntag lebt Corentin Tolisso in München, am Montagnachmittag trainierte der Franzose erstmals an der Säbener Straße mit seinen neuen Kollegen. 41,5 Millionen Euro überwiesen die Bayern an Olympique Lyon, damit ist Tolisso der teuerste Transfer der Vereinshistorie – und natürlich auch der Rekord-Import der Bundesliga. Aber warum Beaujolais?

Nun, Tolisso ist in Tarare, einer Gemeinde mit knapp 11.000 Einwohnern im Departement Rhone geboren, was in der Weinbauregion Beaujolais liegt. Als der kleine Corentin 15 war, schenkte ihm sein Vater ein Bayern-Trikot. Jenes, in dem von 1994 bis 1996 der französische Angreifer Jean-Pierre Papin stürmte. "Mein Vater hat jedes Spiel geschaut. Er wusste, wie sehr ich den Verein bewundert habe. Der FC Bayern ist ein riesiger Klub, der viele kleine Jungs zum Träumen bringt", sagte ein strahlender Tolisso bei seiner Vorstellung am Montagmittag. Nun hat er bei seinem Kindheitstraumverein einen Vertrag bis 2022 unterschrieben.

Coco will Duftmarke setzen

Artig und sympathisch stellte er sich vor ("Ich bin 22, bald 23 Jahre alt. Ich bin großzügig und liebe es zu arbeiten, hart zu arbeiten") und kündigte an: "Ich möchte so schnell wie möglich Deutsch lernen. Ich weiß, wie wichtig das ist." Im Bayern-Mittelfeld soll er neben den Platzhirschen Arturo Vidal und Thiago agieren, am liebsten als Achter. Er kann aber auch: Sechser oder Zehner. Flexibilität pur. Weil Toliss...

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