Bundesliga: "Nur durchschnittlich": Sammer kritisiert deutsche Klubs

Matthias Sammer hält das schwache Abschneiden der Bundesliga-Klubs in der laufenden Europapokalsaison für keinen Zufall. Zudem hat Sammer auch eine klare Meinung zu den jüngsten Entwicklungen bei seinem Ex-Klub FC Bayern und rät zu mehr Zusammenhalt in der Führungsetage.

Matthias Sammer hält das schwache Abschneiden der Bundesliga-Klubs in der laufenden Europapokalsaison für keinen Zufall. Zudem hat Sammer auch eine klare Meinung zu den jüngsten Entwicklungen bei seinem Ex-Klub FC Bayern und rät zu mehr Zusammenhalt in der Führungsetage.

"Im ganzen Durchschnittsbrei ist allgemein eine Tendenz erkennbar, diesen abzusichern. Damit wird man sportlich und auch vom Geist her keine Entwicklung in Gang setzen", erklärte der Europameister von 1996.

"Nur ganz wenige Mannschaften versuchen mit dem Ball zu agieren. Es sind vielleicht vier oder fünf in der Bundesliga. Alle anderen versuchen zu verteidigen oder das Spiel zu zerstören. Das ist zu wenig."

Sammer: "Keine Einheit mehr"

Auch zu der Entlassung von Carlo Ancelotti hat Sammer eine klare Meinung. "Am Ende ist der Trainer immer das schwächste Glied. Man hatte am Ende nicht mehr das Gefühl, dass es noch eine Einheit ist. Dann muss man Konsequenzen ziehen", kann der ehemalige Sportdirektor die Entscheidung seines Ex-Vereins nachvollziehen.

Zudem sieht Sammer in der Zusammenarbeit der Führungsetage noch Potential zur Verbesserung, wo immer wieder über Unstimmigkeiten zwischen Karl-Heinz-Rummenigge und Uli Hoeneß spekuliert wird.

"Der Klub ist wahnsinnig gut aufgestellt, aber in der Führung müssen wieder die totale Einheit und der Zusammenhalt spürbar sein. Das wird auch die Mannschaft spüren und die nötigen Prozentpunkte bringen", rät der 50-jährige.

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