Bundesliga: Nagelsmann ruft die Krise aus

1899 Hoffenheim hat nur eines seiner letzten sieben Bundesligaspiele gewonnen und ist auf Platz sieben abgerutscht. Trainer Julian Nagelsmann zählt sein Team an und fordert eine schnelle Wende.

1899 Hoffenheim hat nur eines seiner letzten sieben Bundesligaspiele gewonnen und ist auf Platz sieben abgerutscht. Trainer Julian Nagelsmann zählt sein Team an und fordert eine schnelle Wende.

Drei Niederlagen hat die TSG 1899 Hoffenheim in dieser Saison schon kassiert, in der kompletten vergangenen Spielzeit waren es nur vier. Die Zusatzbelastung in der Europa League scheint den Hoffenheimern Probleme zu bereiten.

"Fakt ist, dass wir eine schwierige Reise hatten. Wir haben dort verloren und wurden enttäuscht. Heute wieder gegen eine Mannschaft, die emotional sehr schwierig zu spielen ist und nur über Emotionen kommt. Sie haben uns fast die ganze erste Halbzeit in die eigene Hälfte gedrückt", sagte auch Torhüter Oliver Baumann nach dem 0:3 in Hamburg.

Er gehe davon aus, dass seine Mannschaft am kommenden Samstag gegen RB Leipzig eine bessere Leistung abrufen werde: "Wir haben jetzt wieder ganze Woche zum Trainieren. Mit mehr Leuten im Kader ist der Konkurrenzkampf wieder größer. Das stärkt dann auch die Qualität."

Wo sind Hoffenheims Qualitäten?

In Hamburg hatten die Hoffenheimer dem intensiven Auftreten der Gäste kaum etwas entgegenzusetzen. Der HSV wirkte körperlich und geistig frischer. Vom klar strukturierten Aufbauspiel der Vorsaison war nichts zu sehen. Die Passquote von nur 75 Prozent spricht Bände. Bis auf ein paar lange Bälle auf Sandro Wagner fiel Hoffenheim nichts ein.

Schon vor einer Woche hatte die TSG große Probleme zuhause gegen das Bollwerk von Eintracht Frankfurt. Nur ein Last-Minute-Treffer von Mark Uth verhinderte eine weitere Niederlage.

Nagelsmann zählt seine Mannschaft an

Trainer Julian Nagelsmann wollte die Ausflüge im Europacup aber nicht länger als Ausflüchte akzeptieren. "Ich will nicht immer rumheulen", sagte er sichtlich angefressen nach der Partie. "Wenn man sich das erarbeitet und dann international spielt, dann kann das keine Ausrede sein."

Der Trainer nahm das Wort "Ergebniskrise" in den Mund und seine Mannschaft ins Gebet. "Wir versuchen, in einem Status zu spielen, den wir letztes Jahr hatten. Den haben wir nicht mehr", sagte Nagelsmann. "Die Realität ist, dass wir zwei von zwölf Spielen gewonnen haben. Wir müssen schleunigst wieder anfangen, alles für den Erfolg zu tun und nicht davon zehren, was lange vorbei ist und keinen mehr interessiert."

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