Bundesliga: Mehr Details zum BVB-Anschlag bekannt

Der Anschlag auf den Bus Borussia Dortmunds vor dem Spiel in der Champions League gegen den AS Monaco liegt mehrere Monate zurück. Noch immer laufen die Ermittlungen, die nun einige neue Details zu Tage förderten.

Der Anschlag auf den Bus Borussia Dortmunds vor dem Spiel in der Champions League gegen den AS Monaco liegt mehrere Monate zurück. Noch immer laufen die Ermittlungen, die nun einige neue Details zu Tage förderten.

Während der 28-jährige Sergej W. noch immer wegen versuchten Mords vor Gericht steht, laufen die Ermittlungen weiter. Die Ruhrnachrichten vermelden nun neue Details aus den Arbeiten der Polizei. Rund 18.000 Seiten wurden in den Ermittlungsakten inzwischen zusammengetragen.

Sergej W. setzte etwa 25.000 Euro auf einen starken Kursverlust der BVB-Aktie und plante dafür, Menschen zu töten, genauer gesagt die Spieler Borussia Dortmunds. Der Anschlag schlug fehl, die selbstgebauten Sprengkörper verfehlten den Bus glücklicherweise.

Ermittlungen sollten in die Irre geführt werden

W. verließ das L'Arrivée-Hotel am Tag des Anschlag nach Mitternacht das Hotel und kehrte erst am frühen Morgen zurück. Die Polizei geht davon aus, dass er in dieser Zeit die Bomben zusammensetzte, grün anmalte und in den Büschen neben der Straße versteckte.

Die Überreste seiner Bastelei verbrannte er und legte einige belgische Lebensmittelverpackungen hinzu, die wohl den Verdacht eines islamistisch motivierten Anschlags verhärten sollten, nachdem er gefälschte Bekennerschreiben des Islamischen Staats neben den Bomben platzierte.

Transaktionen mit Hotel-IP

Während seiner Zeit im Hotel hatte Sergej W. offenbar vermehrt mit Zecken zu kämpfen, die auf dem Gelände sehr oft vorkommen, so der Bericht der Polizei. Ein Indiz für die Vorbereitungen des Anschlags im Umfeld es Hotels, wurde die rund ein Kilo schweren Bomben doch in Hecken platziert.

Der ungewöhnlich hohe Geldeinsatz beim Wetten auf den Verlauf der BVB-Aktie brachte die Polizei ebenso auf die Spurs des Verdächtigen wie die Tatsache, dass die Transaktionen im Internet mit der IP-Adresse des Internetanschlusses des Hotels getätigt wurden.

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