Bundesliga: Langkamp: "Sind Marionetten des Geldes"

Hertha-Profi Sebastian Langkamp hat die Entwicklungen im Fußball und die Stellung, die Profis einnehmen, mit drastischen Worten kritisiert. Die Spieler sind für ihn nicht mehr als Spielfiguren zahlungskräftiger Geldgeber.

Hertha-Profi Sebastian Langkamp hat die Entwicklungen im Fußball und die Stellung, die Profis einnehmen, mit drastischen Worten kritisiert. Die Spieler sind für ihn nicht mehr als Spielfiguren zahlungskräftiger Geldgeber.

"Die Fäden werden dort gezogen, wo das ganz große Geld fließt. Ich habe uns Spieler schon mal mit Marionetten verglichen. Wir sind in einer Position, in der wir gelenkt werden", erklärte Langkamp im Interview mit der Sport Bild, angesprochen auf Transfers wie den des Brasilianers Neymar.

Die Entwicklung sieht der 29-Jährige äußerst kritisch: "Wenn man heute zehn Millionen für einen Spieler zahlt, dann heißt es nicht, dass dieser Spieler zehn Millionen wert ist. Sondern einfach nur, dass der Markt diesen Preis hergibt."

Der Fußball als Showgeschäft also? "Wir sind diejenigen, die diese Show auf dem Platz ausüben dürfen. Also sind wir alle Marionetten des ganz großen Geldes."

Vereine seien somit abhängig von TV-Geldern, von Sponsorengeldern und Vermarktungsgeldern: "Die Leute dort beeinflussen den Verein und damit auch uns."

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