Bundesliga: Kimmich: "Im Herzen immer ein Sechser"

Joshua Kimmich hat sich beim FC Bayern München als Rechtsverteidiger etabliert. Der deutsche Nationalspieler hatte sich früher aber an Idolen auf anderen Positionen orientiert.

Joshua Kimmich hat sich beim FC Bayern München als Rechtsverteidiger etabliert. Der deutsche Nationalspieler hatte sich früher aber an Idolen auf anderen Positionen orientiert.

"Je höher das Niveau wurde, desto defensiver wurde meine Rolle. Im Herzen war ich immer ein Sechser", sagt Kimmich im Gespräch mit der Bild. Der Verteidiger des FC Bayern nennt als Vorbilder "Xavi Hernandez und Bastian Schweinsteiger", sein erstes Trikot sei vom "damaligen Dortmunder Tomas Rosicky" gewesen.

Letztlich war die Chance, sich in München ein Platz zu sichern, aber als Rechtsverteidiger am Besten. Kein großes Problem für Kimmich: "Meine aktuelle Position in der Viererkette bietet zum Glück auch viele Möglichkeiten." Ohnehin sei er immer mehr "Querleger" als "Vollstrecker" gewesen.

Bei Leipzig "Männer-Fußball" gelernt

Mit 22 Jahren hat Kimmich schon einiges erlebt. Er erinnert sich zurück: "Letztendlich hat mir der Wechsel nach Leipzig geholfen. Ich habe dort dann 3. und 2. Liga gespielt - da lernt man Männer-Fußball. Tiki-Taka mit zwei Kontakten ist da nicht, sondern da wird extrem körperbetont gespielt. Dieses Wissen, wie dort agiert wird, hilft mir auch heute noch."

Vieles von seinem Talent impfte ihm der Vater ein. "Meinem Vater war wichtig, dass ich als Kind schon mit beiden Füßen kicken kann. Wenn ich es im Garten mit links versucht habe, bin ich immer hingefallen - und habe geweint. Aber ich habe es wieder und wieder versucht. Bis ich es konnte", sagt Kimmich.

Tennis mit Manuel Neuer

Schon in der Jugend zeigte sich Kimmich ehrgeizig: "Bei einem E-Jugend-Turnier früher war mein Vater der Trainer und hat alle Spieler gleichmäßig eingesetzt. Das hat mich damals verrückt gemacht, weil ich immer spielen wollte. Und als wir dann verloren haben, bin ich weinend vom Spielfeld gerannt."

Daran hat sich nicht viel geändert. Auch nicht bei Dingen abseits des Fußballs, etwa beim Tennis mit Manuel Neuer: "Er spielte mir bei unserem einzigen Duell damals während der Nationalmannschaft immer auf die Rückhand und ging dann ab ans Netz - an dem Riesen kommt man schwer vorbei."

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