Hertha: Kalou zögert mit Rücktritt aus der Nationalelf

Volle Konzentration auf Hertha BSC: Torjäger Salomon Kalou (M.), hier in der Europa League gegen Lugansk, Yevhen Opanasenko (l.) und Oleksandr Svatok

Berlin.  Salomon Kalou versuchte das Thema zunächst zu umdribbeln: "Ich weiß selbst nicht, was los war", antwortete der Torjäger von Hertha BSC auf die Frage nach dem 0:2-Heimpleite der ­Elfenbeinküste im entscheidenden WM-Qualifikationsspiel gegen Marokko. ­Damit ist der Traum des 32-Jährigen von einem dritten WM-Turnier geplatzt. Das Ticket für die WM 2018 ging an ­Marokko, das ohne Gegentor souverän durch die Gruppe marschiert ist.

"Das ganze Land ist traurig, dass wir es nicht geschafft haben", sagte Kalou. "Wenn man aber sieht, wie das Spiel gelaufen ist, die haben bei uns klar gewonnen – Marokko fährt verdient nach Russland."

Kritik an Marc Wilmots

Indirekt kritisierte der Stürmer Marc Wilmots, den Nationaltrainer der Elfenbeinküste: "In so einem wichtigen Spiel musst du einige erfahrene Spieler haben. Aber außer unserem Kapitän Gervinho und unserem Torwart standen nur junge, unerfahrene Spieler auf dem Platz", sagte Kalou, der erst nach 76 ­Minuten eingewechselt worden war.

Tritt er nach nun 102 Länderspielen für die Elfenbeinküste aus dem ­Nationalteam zurück? Kalou schüttelte den Kopf: "Im Moment geht es um das Ganze. Wir sind alle deprimiert. Jetzt ist nicht der Zeitpunkt, um über persön­liche Entscheidungen zu reden." Immerhin liegt ab sofort sein Fokus auf Hertha. "Ja, das wird der Trainer ­(gemeint ist Pal Dardai/Anm.d.Red) gern ­sehen. Auf Monate hinaus stehen keine Länderspiele an. Jetzt geht es darum, mit Hertha erfolgreich zu sein."

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