Bundesliga: Kalou rechtfertigt Hertha-Kniefall

Hertha BSC hat im Spiel gegen den FC Schalke 04 ein Zeichen gegen Rassismus gesetzt und muss sich nun rechtfertigen. Stürmer-Star Salomon Kalou stellt sich an die Front und erklärt die Aktion.

Hertha BSC hat im Spiel gegen den FC Schalke 04 ein Zeichen gegen Rassismus gesetzt und muss sich nun rechtfertigen. Stürmer-Star Salomon Kalou stellt sich an die Front und erklärt die Aktion.

"Es war ein Moment für uns Spieler, jedem zu zeigen, dass Hertha gegen Rassismus ist. Man muss nicht erst Opfer gewesen sein, um aktiv zu werden", wird Kalou in der Bild zitiert. Vor dem Anstoß war sein Team gemeinsam mit der Bank in die Knie gegangen und unterstützte so den Take-A-Knee-Protest aus der NFL.

Kalou schlägt gar vor: "Jeder sollte es tun." Ähnlich sieht das Mitspieler Valentin Lazaro: "Jeder Mensch wird gleich geboren, aber nicht jeder Mensch wir gleich behandelt. Ich bin so aufgewachsen, dass es normal ist, sich gegen Rassismus zu engagieren."

Die Hertha muss jedoch einige Kritik hinnehmen, die Aktion wird teilweise als Marketing angesehen. Das kann Lazaro nicht nachvollziehen: "Die Leute, die das sagen, haben von dem Thema vielleicht nicht so viel Ahnung. Wir lassen die PR-Gag-Aussagen an uns abprallen."

Er führt weiter aus: "Es soll einfach nur ein Zeichen gegen Rassismus sein. Wir wollten zeigen, dass wir für alle Menschen und alle Glaubensrichtungen offen sind." Ähnliches hatte Tags zuvor bereits ein PR-Funktionär der Hertha unterstrichen.

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