Bundesliga: Jonker: "Entlassung? Geht völlig an mir vorbei"

Andries Jonker vom VfL Wolfsburg sieht die Situation gelassen. Er beruhigt die Gemüter und kann dabei auch über eine mögliche Entlassung seinerseits scherzen.

Andries Jonker vom VfL Wolfsburg sieht die Situation gelassen. Er beruhigt die Gemüter und kann dabei auch über eine mögliche Entlassung seinerseits scherzen.

Wettet man auf die erste Entlassung der Bundesliga-Saison, steht Andries Jonker bei mehreren Buchmachern auf den ersten Plätzen. Für den Niederländer im kicker nicht genug. "Ich habe mitbekommen, dass ich irgendwo auf der Liste der gefährdeten Trainer auf Platz 2 stand - dabei will ich immer Erster sein", scherzte der Niederländer.

Tatsächlich macht ihm die aktuelle Situation keine ernsthaften Sorgen: "Im Ernst: Das geht völlig an mir vorbei. Ich weiß nicht, worauf das basiert." Wohl gibt er aber an: "Ich spüre die Unruhe im Verein, im Umfeld. Die Leute haben Angst, dass sich die Vorsaison wiederholen könnte. Diese Angst müssen wir aber ablegen, wir bleiben besser ruhig."

Wolfsburg kein Abstiegskandidat

Die 0:3-Pleite zum Auftakt gegen Borussia Dortmund hat Jonker schon verarbeitet: "Die Umsetzung des Plans war das Problem. In der Theorie stimmte es. Aber das meint jeder der 18 Bundesligatrainer zu Beginn eines Spiels." Die langen Bälle kamen ungenau - der BVB spielte die Wölfe an die Wand.

Ein Abstiegskandidat sei der VfL in der neuen Saison aber sicherlich nicht, so der Trainer. Dort steht Wolfsburg nur in der Momentaufnahme: "Wir rechnen uns nicht zu den Abstiegskandidaten. Wir haben uns vorgenommen, es besser zu machen als in der Vorsaison."

Sportdirektor Rebbe der "Boss"

Damals spielte Wolfsburg am Ende der Saison in der Relegation und sicherte knapp den Klassenerhalt. Das soll nicht nochmal passieren, weshalb der Kader eine entscheidende Rolle spielt. "Wir haben große Schritte gemacht, es könnte sich aber noch immer was tun", stellt Jonker fest.

Ganz zufriede ist er noch nicht. Das gelte auch für "Boss" Olaf Rebbe: "Wir sind zu 80 Prozent einer Meinung, über zehn Prozent diskutieren wir länger, bei zehn Prozent sind wir unterschiedlicher Meinung. Aber wir haben beide keinen Bedarf an einem Zwillingsbruder, der immer einverstanden ist."

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