Bundesliga: Jonathan Klinsmann - Torwarttalent mit großem Namen

Torwart Jonathan Klinsmann

Berlin.  Als der Neue traf, wurde es zum ersten Mal richtig laut. Raunen, Anfeuerungsrufe, Beifall – und diverse Sprüche: "Jetzt noch den Diver machen", witzelte ein Hertha-Fan. "Wo steht die Werbetonne", kalauerte der nächste Anhänger. Getroffen hatte der Neue mit der Nummer zwölf mit einem wuchtigen Abschluss aus zehn Metern unter die Latte – Jonathan Klinsmann. Das war irgendwie schräg von dem 20-Jährigen, der bei Hertha zur Probe vorspielt und sich um die vakante Torwartstelle im Personaltableau bewirbt, die Position hinter den erfahrenen ­Rune Jarstein und Thomas Kraft.

Doch weil im modernen Fußball der Schlussmann immer mehr zum Aufbauspieler wird, werden im Hertha-Training regelmäßig die Torsteher auch im Feld eingesetzt – so wie Jonathan Klinsmann für eine Viertelstunde beim Trainingsstart des Fußball-Bundesligisten. Die Sprüche von wegen "Diver" und "Werbetonne" beschreiben seinen schwierigen Weg zu einem Profivertrag. Wo immer Jonathan Klinsmann erscheint, ist in den Köpfen der Zuschauer sein berühmter Vater Jürgen, einst Weltmeister und ehemaliger Bundestrainer, schon da.

Der Torwarttrainer entscheidet

Die Fans erinnern sich bei einem Klinsmann-Tor sofort an die schlagfertige Antwort von Jürgen Klinsmann. Der war 1994 in England mit Spott überschüttet worden: Was will Tottenham denn mit diesem alternden Stürmer, der nur noch auffällt, in dem er Elfmeter herauszuschinden versuche (to dive: Tauchen ist das englische Pendant für Schwalbe). Klinsmann spielte in England eine Topsa...

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