Bundesliga international konkurrenzfähig? Dortmund-Boss Watzke sieht "Riesenproblem für die Fünfjahreswertung"

Dortmunds Geschäftsführer Watze spricht über Nagelsmann, der mit dem BVB in Verbindung gebracht wird und über Ex-Trainer Bosz.

Hans-Joachim Watzke sieht Borussia Dortmund trotz Tabellenführung nicht in Konkurrenz zum FC Bayern München. Der Geschäftsführer des BVB macht sich zudem Sorgen um die Bundesliga.

"Für mich ist es schon ein Wunder, dass wir jetzt Tabellenführer sind", stellt Watzke gegenüber T-Online fest. Der Mann vom BVB ist fest davon überzeugt, dass der FC Bayern im Titelkampf einen Vorteil hat. Derzeit liegt der Rekordmeister ohnehin nur einen Punkt zurück.

Watzke erklärt: "Die Frage ist immer: Was passiert bei Bayern? Wenn sie ihre Form abrufen, haben wir keine Chance. Die müssten erst einmal Federn lassen, dann würde es auch mal wieder einen anderen Deutschen Meister geben. Aktuell sehe ich das nicht."

Bundesliga hinter England und Spanien

Die Bundesliga sei insgesamt nicht auf dem höchsten Level. Watzke bemängelt die internationale Konkurrenzfähigkeit: "Wenn ein deutscher Klub auf einen englischen Klub trifft, wird es immer schwerer. Und auch gegen spanische Vereine ist es schwer. Celta Vigo, Villareal, Valencia, Sevilla sowieso – das sind alles Ergebnismaschinen."

Der Geschäftsführer des BVB stellt fest: "Mich bedrückt aber noch mehr, dass wir immer häufiger auch gegen Mannschaften aus Ländern verlieren, die viel geringere finanzielle Möglichkeiten haben als wir. Das ist ein Riesenproblem für die Fünfjahreswertung.“

Watzke fordert Punkte in der EL

Tatsächlich stellt die Europa League ein Problem für die deutschen Klubs dar. Der 1. FC Köln, die TSG 1899 Hoffenheim und Hertha BSC verpassten einen Sieg am ersten Spieltag. Diesen verpasste allerdings auch Borussia Dortmund in der Champions League gegen die Tottenham Hotspur (1:3).

Watzke meint allerdings: "Die Vereine, die in der Europa League spielen, müssen verinnerlichen, dass es immer auch um Punkte für Deutschland geht. Es muss möglich sein, dass neben Bayern und Dortmund auch sie kontinuierlich etwas holen.“