Bundesliga: Horn: Verbleib in Köln auch im Abstiegsfall "definitiv" eine Option

Timo Horn war nach der herben Klatsche gegen 1899 Hoffenheim restlos bedient. Parallel wütete Horst Heldt über den Schiedsrichter, die Freiburger wunderten sich über den Platzverweis von Nils Petersen und der HSV war über einen Zähler in Stuttgart froh.

Timo Horn vom 1. FC Köln kann sich auch im Falle des noch immer wahrscheinlichen Abstiegs aus der Fußball-Bundesliga einen Verbleib beim Klub vorstellen. "Für mich und die anderen Leistungsträger ist das definitiv eine Überlegung", sagte der 24-Jährige am Mittwoch: "Ich bin hier groß geworden, habe dem FC viel zu verdanken. Es war immer eine gute Zusammenarbeit, und deshalb ist das auch über den Sommer hinaus möglich."

Über ein solches Szenario bei einem Abstieg habe man "in der Truppe schon gesprochen", so Horn: "Einige können sich das vorstellen, denn den Teamgeist, den wir hier haben, wird man so schnell nicht wieder finden." Horn, olympischer Silbermedaillengewinner von 2016, hat in Köln einen Vertrag bis 2022. Er könnte den Verein im Falle des Abstiegs aber per Ausstiegsklausel für angeblich weniger als zehn Millionen Euro verlassen.

Der FC belegt den vorletzten Tabellenplatz und hat derzeit fünf Punkte Rückstand auf den Relegationsrang. Am Samstag (15.30 Uhr im LIVETICKER) tritt die Mannschaft von Trainer Stefan Ruthenbeck bei 1899 Hoffenheim an. Nach dem Derbysieg am vergangenen Spieltag gegen Bayer Leverkusen (2:0) sei "die Euphorie im Umfeld momentan groß", sagte Horn: "Aber das birgt auch die Gefahr großer Ernüchterung. Wir müssen anders auftreten als zuletzt auswärts. Wir werden versuchen, den Gegner unter Druck zu setzen."

Der zuletzt starke Leonardo Bittencourt musste auch am Mittwoch nach einem Magen-Darm-Infekt noch mit dem Training aussetzen. Ob er rechtzeitig ins Training zurückkehrt, bleibt abzuwarten.

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