Bundesliga: Herthas Duell gegen Bayern ist ein Fall für Stehaufmänner

Verkörpert Herthas Situation besser als jeder andere: Mitchell Weiser

Berlin.  Die Frage ist ja, wie schnell man sich wieder berappelt. Bei Mitchell Weiser dauerte das zuletzt ein bisschen länger – während des jüngsten 0:1 in Östersund lag der Hertha-Profi häufig am Boden und schaute von dort ungläubig zum Schiedsrichter. Weil jener das Spiel aber meist weiterlaufen ließ, blieb Weiser nichts anderes, als wieder aufzustehen und den Staub abzuklopfen. So wie es auch Hertha tun muss nach zwei Niederlagen der Marke "vermeidbar".

Ohne ein satte Portion Stehaufmännchen-Mentalität scheinen die Chancen der Berliner jedenfalls schlecht gegen einen FC Bayern, der heute (15.30 Uhr, Sky und im Liveticker bei immerhertha.de) nicht nur mit der Wut aus einer demütigenden 0:3-Klatsche von Paris ins Olympiastadion reist, sondern auch mit dem Mut eines Neuanfangs. Vor allem die Robbens und Ribérys, jene Stars also, die mit dem frisch geschassten Carlo Ancelotti über Kreuz lagen, werden beweisen wollen, dass die Entlassung des Trainers der richtige Schritt war.

"Das ist gefährlich, weil oft eine Trotzreaktion kommt", sagt Hertha-Coach Pal Dardai: "Wenn sie ihre Balance wiederfinden, zählen sie zu den besten Teams der Welt."

Weiser steht stellvertretend für Herthas Situation

Balance ist allerdings auch in Berlin ein entscheidendes Stichwort, präsentierte sich das Team zuletzt doch arg unausgeglichen. Das typische Hertha-Bild: solide Defensive, harmloser Angriff. Selbst dem Ex-Bayern Weiser, eigentlich Herthas personifizierter Gefahrenherd, will derzeit nicht viel gelingen. Bei...

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