Bundesliga: Hertha sucht gegen Hoffenheim den Quotenbringer

Das Toreschießen fällt dem Berliner Bundesligisten weiter schwer. Gegen Hoffenheim ist nicht nur Kapitän Vedad Ibisevic gefordert.

Diese verdammten Zahlen. Statistiken, heißt es ja, seien des Lügens nicht mächtig, und so kommt man an einer bitteren Wahrheit nicht vorbei: Hertha ist im Moment das schlechteste Team der Fußball-Bundesliga. Sagen die Daten. Lässt sich nachlesen. Schwarz auf weiß.

Zugegeben: Die These bedarf einer Erklärung. Denn eigentlich stehen die Berliner ja ordentlich da vor der heutigen Partie in Hoffenheim, die zu ungewohnter Zeit um 13.30 Uhr stattfindet. Drei Spiele, vier Punkte – gesundes Liga-Mittelfeld, kein Grund zur Sorge. Aber: In einer speziellen Kategorie sind die Berliner tatsächlich Schlusslicht. Bei der Qualität der herausgespielten Torchancen.

Kein Team der Liga erspielt sich schlechtere Torchancen

Ja, auch das bedarf einer Erläuterung. Gewiefte Fußballanalytiker erheben inzwischen einen Wert namens "expected goals", also die "zu erwartenden Tore". Ermittelt wird dieser Parameter durch die Analyse Zehntausender Spiele und ihrer Torschüsse. Jeder Abschlussposition kann so eine Erfolgsquote zugeschrieben werden. Für Elfmeter beispielsweise lässt sich festhalten: 76 von 100 sind drin, demnach liegt die Wahrscheinlichkeit, dass aus einem Strafstoß ein Tor resultiert, bei 76 Prozent. Genauso lassen sich andere Situationen vergleichen. Schüsse aus Nahdistanz landen deutlich häufiger im Netz als ein Pfund aus 30 Metern – Abschlüsse nach Kontern haben eine höhere Erfolgsquote als gegen eine gut sortierte Abwehr, et cetera.

Herthas Wert für zu erwartende Tore pro Schuss lag nach dem ...

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