Bundesliga: Hertha und das Problem auf der Zehn

Am Sonntag geht es für Hertha BSC in der Bundesliga gegen Werder Bremen

Berlin.  Gleich zu Beginn des Trainingsspiels wurde es laut auf dem Schenckendorff-Platz. Am Rande merkten die prominenten Kiebitze auf, Hertha-Legende Erich Beer und Ex-Bundestrainer Jürgen Klinsmann unterbrachen ihre angeregte Unterhaltung und schauten hoch. Die Standpauke, die Pal Dardai hielt, ging an Ondrej Duda. Zwei Tage vor dem ersten großen Test dieser Vorbereitung gegen den FC Liverpool (Sonnabend, 18 Uhr, Olympiastadion) redete der Trainer von Hertha BSC Tacheles.

"Ich habe mir das jetzt einige Tage angeschaut", sagte Dardai. "Duda ist ein Bundesliga-Spieler, aber mit seinen Querpässen, das geht überhaupt nicht." Er habe Duda Anfang der Woche "eine klare Ansage gemacht" - prompt habe der Mittelfeldspieler bei Ballbesitz, die ganze Mannschaft im Vorwärtsgang, wieder einen Querpass gespielt, der zur leichten Beute für das gegnerische Team wurde. Dardai redete sich in Rage: "Die ganze Bundesliga lauert auf solche Fehler. Es kostet viel Schweiß und viele Sprints, den Ball wieder zurückzuerobern. Und da ist Ondrej nie dabei."

4,2 Millionen für Duda

Duda steht im Blickpunkt. Er ist ein Zehner, eine Schlüsselposition für jede Mannschaft. Das Spiel von Hertha krankt seit zwei Jahren daran, dass es in der Offensive an Überraschungsmomenten fehlt. Die Berliner sind relativ leicht ausrechenbar: Für Tore sind Salomon Kalou und Vedad Ibisevic gut. Werden sie gedeckt, wird es schwer. Zumal im Vorjahr Mitchell Weiser mit seiner unorthodoxen Spielweise verletzungsbedingt fast ein halbes Jahr ...

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