1:1-Unentschieden: Hertha holt in Hoffenheim mit Köpfchen Remis

Berlins Alexander Esswein (l) erzielt an Hoffenheims Torwart Oliver Baumann vorbei das Tor zum 1:1

Pal Dardai strahlte, als er im Bauch der Sinsheimer Arena vor die Presse trat. Einerseits, weil in der Kabine "richtig guter Milchreis" kredenzt wurde, wie Herthas Chefcoach verriet. Vor allem aber war Dardai wegen des bemerkenswerten 1:1 (0:1) seiner Elf bei der TSG Hoffenheim guter Laune. Dieses Remis schmeckte dem Ungarn – weil es gegen einen extrem heimstarken Gegner errungen wurde, zudem noch am Ende einer englischen Woche und unter ungewohnten Bedingungen.

Dardai war auch glücklich, weil sein mutiger Plan aufging. Einzig das frühe Gegentor von Ex-Herthaner Sandro Wagner (6. Minute) ging Dardai gegen den Strich, wurde aber von Alexander Essweins Ausgleich (55.) überstrahlt. "Mit etwas Glück hätten wir sogar noch einen zweiten Treffer machen können", befand Esswein, "aber am Ende ist es ein gerechtes Unentschieden."

Erste Bundesliga-Partie, die um 13.30 Uhr angepfiffen wird

Es war ein in vielerlei Hinsicht bemerkenswertes Duell, das sich Hertha und Hoffenheim am Sonntag lieferten. Allein schon wegen der revolutionären Anstoßzeit: Erstmals in der Geschichte der Fußball-Bundesliga wurde eine Partie um 13.30 Uhr angepfiffen – gewöhnungsbedürftig für alle Beteiligten. Dardai allerdings ergriff die Gunst der Stunde für eine eigene Revolution. Gut 60 Stunden nach der Europa-League-Partie gegen Bilbao setzte er erneut auf Rotation, nur fiel diese derart heftig aus, dass man sich verwundert die Augen rieb. Vladimir Darida, Salomon Kalou, Vedad Ibisevic – gleich drei Leistungsträger ...

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