Bundesliga: Herrlich: "Würde nicht mehr ins Stadion gehen"

Der Videobeweis ist in der Bundesliga noch nicht voll angekommen. Bayer Leverkusens Trainer Heiko Herrlich sieht nun gar einen Grund, nicht mehr ins Stadion zu kommen.

Der Videobeweis ist in der Bundesliga noch nicht voll angekommen. Bayer Leverkusens Trainer Heiko Herrlich sieht nun gar einen Grund, nicht mehr ins Stadion zu kommen.

Wird das Spiel in der Bundesliga derzeit unterbrochen, herrscht oftmals große Unwissenheit. Der Schiedsrichter tritt mit seinen Videogehilfen aus Köln in Verbindung und trifft anschließend eine häufig spielbestimmende Entscheidung. Der Fan ist in diesen Sekunden ahnungslos.

Das stößt Herrlich sauer auf: "Wenn ich Zuschauer wäre und das ein paarmal passiert - ich würde nicht mehr ins Stadion gehen!" Die Zuschauer vor dem heimischen TV wüssten besser Bescheid als die Stadionbesucher - besonders da die Beweisvideos nicht auf den Screens der Arenen gezeigt werden.

DFL plant Umsetzung

"Der Fan, der im Stadion mehr bezahlt als der Sky-Abonnent, der hat eigentlich das Gefühl: Ich bin am nächsten dran. Jetzt gibt es plötzlich eine Spielunterbrechung - und die Szenen dürfen nicht gezeigt werden", so Herrlich. Für den Leverkusen-Trainer ist das kein Zustand.

Er meint: "Der Zuschauer zu Hause sieht die Szene direkt und kann mitreden. Bin ich im Stadion, verpasse ich die Sportschau und muss warten, bis ich das Sportstudio sehe."

Die DFL plant, die Videos auf den Leinwänden der Stadien zu zeigen. Bisher steht aber die Technik im Weg.

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