Bundesliga: Heidel: "Plakate tun weh"

Christian Heidel nimmt sich die Kritik der Fans vom 3:1-Heimsieg des FC Schalke 04 über den VfB Stuttgart zu Herzen. Der Sportdirektor versucht, sich zu erklären.

Christian Heidel nimmt sich die Kritik der Fans vom 3:1-Heimsieg des FC Schalke 04 über den VfB Stuttgart zu Herzen. Der Sportdirektor versucht, sich zu erklären.

Zahlreiche Plakate zielten am Sonntag in Richtung Heidel ab. "Vom Autohändler zum IdentifikationssCHänder", stand etwa auf einem der Banner. In der Bild meldete sich der Sportdirektor nun mit etwas Abstand zu Wort: "Die Plakate tun mir natürlich weh!"

Gerade der Abschied von Kapitän Benedikt Höwedes verägerte die S04-Anhänger. Heidel erklärt: "Es tut mir auch leid, wenn bei einigen unserer Fans - gerade beim Wechsel von Benedikt - ein falscher Eindruck entstanden ist. Wir wollten nicht, dass er geht."

Heidel will neue Identifikationsfiguren

Der Abgang von Höwedes bringt Fragen auf. So etwa nach den Identifikationsfiguten im Kader Schalkes: "Wer mich kennt, weiß, wie wichtig mir dieses Thema ist. Wie früher mit Mainz identifiziere ich mich jetzt zu 100 Prozent mit Schalke. Ich bin wohl einer der größten Fußball-Romantiker. Aber ich mache den Fans keinen Vorwurf."

Es gehe nun darum, "neue Identifikationsfiguren zu schaffen", so Heidel. Der Sportdirektor ist sicher: "Aber das muss sich entwickeln, wenn man sich wie wir neu aufstellt. Solche Figuren entstehen vor allem durch Erfolge - und davon gab es in der letzten Saison zu wenige."

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