Bundesliga: Hans-Joachim Watzke über Bayern-Jäger BVB: "Dann zerlegt dich Uli Hoeneß"

Hans-Joachim Watzke geht davon aus, dass Borussia Dortmund dem FC Bayern in den kommenden Jahren nur gefährlich werden kann, wenn der Rekordmeister Fehler machen sollte. Der BVB-Boss sprach außerdem über die 50+1-Regelung und die Aubameyang-Millionen.

Hans-Joachim Watzke geht davon aus, dass Borussia Dortmund dem FC Bayern in den kommenden Jahren nur gefährlich werden kann, wenn der Rekordmeister Fehler machen sollte. Der BVB-Boss sprach außerdem über die 50+1-Regelung und die Aubameyang-Millionen.

"Wenn die Bayern einmal schwächeln und der Moment günstig ist, dann werden wir sie auch mal wieder packen. Aber die Bayern müssen Fehler machen. So lange sie alles richtig machen, können wir sie mit ihren finanziellen Möglichkeiten nicht angreifen", sagte Watzke bei Wontorra - der Fußball Talk.

Gleichzeitig weiß der 58-Jährige aus eigener Erfahrung, wie die Münchner reagieren, wenn sie kurzzeitig einmal nicht mehr die unumstrittene Nummer eins in Deutschland sind. Schließlich sind in der Vergangenheit mehrere Spieler vom BVB nach München gewechselt.

"Wenn du die Bayern packst, dann zerlegt dich Uli Hoeneß. Er ist ein Schlawiner", so Watzke: "Das haben wir in der Vergangenheit erlebt. Dann holen sie dir drei Leute weg."

Watzke warnt vor Abschaffung der 50+1-Regel

Watzke äußerte sich außerdem zur 50+1-Regelung. Der Nordrhein-Westfale warnt eindringlich vor einer Abschaffung.

"Bayern dominiert die Bundesliga ohne 50+1. Und ich glaube auch nicht, dass sich die Situation für Borussia Dortmund wesentlich verschlechtern würde. Die Position, die sich durch die Abschaffung verschlechtert, ist die der Fans. Die zahlen die Zeche. Da muss man doch nur nach England schauen. Wir müssen jedem die Möglichkeit geben, zu bezahlbaren Preisen ins Stadion zu gehen", erklärte Watzke.

Der Diplom-Kaufmann beantwortete zudem die Frage, warum die Millionen aus dem Transfer von Pierre-Emerick Aubameyang nicht komplett und sofort in neue Spieler reinvestiert werden können. "Wir haben so eine unangenehme Angewohnheit - wir zahlen immer Steuern. Macht auch nicht jeder", so Watzke.

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