Bundesliga: Frank Rost ledert gegen Werders Kruse: "Nur peinlich"

Max Kruse vom SV Werder Bremen plagt sich mit einer Schulterverletzung herum, genießt aber trotzdem das Nachtleben. Das kann Ex-Profi Frank Rost keineswegs nachvollziehen.

Max Kruse vom SV Werder Bremen plagt sich mit einer Schulterverletzung herum, genießt aber trotzdem das Nachtleben. Das kann Ex-Profi Frank Rost keineswegs nachvollziehen.

"Das hat nichts mehr mit dem Vorbild-Charakter eines Profis zu tun", schimpfte Rost in der Bild. Der Torhüter kritisierte Kruse heftig, nachdem dieser trotz Schulterverletzung in einer Disco abgelichtet wurde. Der Spieler gab trotzig an: "Die Ärzte haben gesagt, Bewegung ist sehr wichtig."

Rost führte aus: "Die Spieler vergessen, dass sie Aushängeschilder und Idole für Kids sind, der Gesellschaft gegenüber auch einen Auftrag haben. Wenn man sich dann aber so verhält wie Max Kruse, dann ist das einfach nur peinlich." Der Fußball sei für ihn inzwischen "affig".

Überrascht ist der ehemalige Torhüter auch über das Verhalten von Werder Bremen. Der Klub nahm Kruse in Schutz: "Um ehrlich zu sein, verwundert es mich sehr, dass die Bremer sich das gefallen lassen. Zumal es ja nicht das erste Mal ist, dass Kruse Grenzen überschreitet."

Rost gibt an: "So ein Verhalten kann man nicht akzeptieren. Es bringt die ganze Team-Struktur durcheinander. Ein einzelner Spieler mag vielleicht mal durch ein Tor ein Spiel entscheiden. Aber alleine wird er nie Erfolg haben. Der Team- und Mannschaftsgedanke muss oberste Priorität haben."

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