Bundesliga: Füchse kassieren gegen Flensburg erste Heimniederlage

Berlins Paul Drux (M) wird von dem hinter ihm stehenden Tobias Karlsson von Flensburg gehalten

Erik Schmidt lehnte an der Wand in den Katakomben der Max-Schmeling-Halle, den Kopf hielt er gesenkt, seine Augen verloren sich im faden Grau des Hallenbodens. Mit fünf Toren war der Kreisläufer der beste Werfer der Füchse im Ligaspiel gegen die SG Flensburg-Handewitt. Genau wie von Füchse-Trainer Velimir Petkovic angekündigt, hatte der 24-Jährige am Donnerstagabend sein bislang bestes Spiel für die Füchse gemacht. Das interessierte allerdings kaum jemanden, am wenigsten ihn selbst, denn die Füchse mussten sich den Gästen aus dem ­hohen Norden 26:30 (13:14) geschlagen geben und haben damit die große ­Chance verpasst, ihren Vorsprung an der ­Tabellenspitze auszubauen.

"Ich bin enttäuscht von unserem Spiel", sagte Petkovic. "Gegen ­Flensburg zu verlieren ist nicht ­katastrophal, aber wir hatten große Hoffnungen in diese Partie."

Zu Beginn deutete auch alles daraufhin, dass die Füchse am Ende jubeln sollten. In den ersten 20 Minuten drohten sie, die Flensburger nahezu zu überrollen. Nicht nur Schmidts Körpersprache war da eine völlig andere als nach der Schlusssirene. Die Berliner sprühten vor Energie, die Deckung mit einem starken Silvio Heinevetter als Rückhalt ließ den Gästen kaum eine Lücke, und vorne legten die Füchse eine außer­ordentliche Treffsicherheit an den Tag.

"Die ersten 20 Minuten habe ich den besten Handball gesehen, den wir bisher überhaupt jemals gezeigt haben", lobte Füchse-Geschäftsführer Bob Hanning. 11:6 führten die Füchse da. Doch dann kam ein Bruch ins Spiel...

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