Bundesliga: Ex-Gladbacher Alvaro Dominguez: "Als Spieler schätzt man das Geld nicht"

Alvaro Dominguez hat sich in einem Interview über die Schattenseiten des enormen Verdiensts von Fußballprofis geäußert. Er betonte dabei den Leichtsinn, mit dem vor allem junge Spieler große Summen ausgeben und versucht, diesem Trend in einer Beraterrolle entgegenzuwirken.

Alvaro Dominguez hat sich in einem Interview über die Schattenseiten des enormen Verdiensts von Fußballprofis geäußert. Er betonte dabei den Leichtsinn, mit dem vor allem junge Spieler große Summen ausgeben und versucht, diesem Trend in einer Beraterrolle entgegenzuwirken.

"Als Spieler schätzt man das Geld nicht", sagte Dominguez gegenüber El Mundo. "Die Autos werden jedes Mal teurer, die Uhren jedes Mal größer. Man mietet sich einen Privatjet, um Essen zu gehen - und man hält es für normal. Ich habe das auch getan. Ich bin einmal mit Freunden ausgegangen und habe eine Rechnung über 15.000 Euro bekommen."

Der ehemalige Gladbacher musste seine Karriere 2016 wegen massiver Rückenbeschwerden schon mit 27 Jahren beenden. Damit junge Spieler lernen, wie man mit Geld umgeht, berät der Sportinvalide sie zusammen mit der spanischen Spielergewerkschaft.

Dabei geht es vor allem um solche Fragen: "Was passiert, wenn ich mich verletze? Was passiert, wenn ich von heute auf morgen nur noch in der zweiten statt in der ersten Liga spiele? Du brauchst einen Plan B. Ohne die richtige Bildung und Unterstützung ist es schwierig, die richtigen Entscheidungen zu treffen, wenn am Ende des Monats eine Million Euro auf deinem Konto liegt."

Das große Problem dabei, so der 28-Jährige, sei der Realitätsverlust: "So etwas musst du einmal erlebt haben, um zu realisieren, dass das nicht die reale Welt ist. Das Problem ist aber, dass viele eine Ausnahme zur Regel machen - und dann mit leeren Händen dastehen."

Frühe Hochzeiten, so der ehemalige Innenverteidiger weiter, seien das andere große Problem: "Einige Spieler sind so naiv und heiraten, ohne die Partnerin gut zu kennen. Sie haben keinen blassen Schimmer von Scheidungen - und erleben dann häufig ein böses Erwachen."

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