Bundesliga: Elber: Kolumbien setzt James unter Druck

Der FC Bayern München erklärte James Rodriguez für verletzt, der Spieler wird aber für Kolumbien auflaufen. Giovanne Elber erklärt das Verhalten des Starspielers.

Der FC Bayern München erklärte James Rodriguez für verletzt, der Spieler wird aber für Kolumbien auflaufen. Giovanne Elber erklärt das Verhalten des Starspielers.

"Wenn der Spieler bei der Nationalmannschaft ist, ist es schon zu spät. Dann macht er das, was der Trainer will", stellt Elber in der Bild fest. James reiste trotz Muskelbündelriss im rechten hinteren Oberschenkel zur Nationalmannschaft und wird gegen Brasilien (22.30 Uhr live auf ) zum Einsatz kommen.

Das kündete zumindest Trainer Jose Pekerman an. Was Klub-Trainer Carlo Ancelotti dazu meint, ist in Kolumbien nicht relevant. Der FC Bayern hätte James am liebsten nicht abreisen lassen, nachdem der Kolumbianer noch nicht gänzlich wiederhergestellt ist.

Großer Druck auf James

Elber, einst selbst beim FCB und Nationalspieler Brasiliens, erklärt: "Denn wenn du gegen den Verband bist, bist du gegen ein ganzes Land. Deswegen sagen die Spieler nichts und hoffen, dass alles gut geht." Der Druck, so der Südamerika-Experte sei "riesig."

Er stellt fest: "Auch ein gestandener Spieler wie James kann nicht einfach absagen. [...] Sonst verliert man seinen Platz. Aber für James wäre ein Einsatz schon ein Risiko! Ob er das Tempo gehen, 90 Minuten marschieren kann, wage ich zu bezweifeln."

Elber sagte einst selbst ab

Eine mögliche Lösung des Problems gäbe es. Elber sagte vor der WM 2002 den Brasilianern verletzt ab: "Dann hat mich der Nationaltrainer angerufen. Er akzeptiere es nicht. Wenn ich nicht kommen würde, dürfte ich nicht mit zur WM fahren. Ich meinte, er solle mit dem Verein sprechen."

Die Auswirkungen waren hart: "Da blieb ich lieber hier. Bayern zahlte ja auch mein Gehalt. So verpasste ich aber die WM." Aber Elber weiß auch: "Bayern kann das machen! Ob auf ihn dann aber gehört wird, ist eine andere Sache. Letztendlich entscheidet ohnehin der Verband."

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