Bundesliga: Elber attackiert Brasilien-Präsident Bolsonaro

Giovane Elber hat den brasilianischen Präsidenten Jair Bolsonaro für dessen Umgang mit der Corona-Pandemie kritisiert. "Er geht ohne Maske raus, umarmt Menschen und behauptet, das sei einfach eine Grippewelle", sagte der frühere Stürmer des FC Bayern der Passauer Neuen Presse.

"Das Schlimmste war, dass er gesagt hat: Es werden sehr viele Leute sterben, aber da müssen wir durch. Was ist das für ein Präsident? Wie kann man sowas sagen?", schimpfte der 48-Jährige.

Brasilien ist aktuell eines der von Corona am schlimmsten betroffenen Ländern. Trotzdem nimmt Bolsonaro, der selbst mit dem Virus infiziert war, die Pandemie seit Monaten auf die leichte Schulter.

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"Ich mache mir Sorgen um meine Familie. Aber auch um die ärmeren Menschen, die in Favelas wohnen, die leben auf engstem Raum und haben kein Geld für eine gute Versorgung. Wer nicht privatversichert ist in Brasilien, der ist geliefert. Wir können nur hoffen, dass schnell ein Impfstoff kommt", sagte Elber.

Elber stammt aus Londrina im Bundesstaat Parana. 1990 wechselte der Angreifer von dort zum AC Mailand, ehe er über die Stationen Grasshopper Zürich und VfB Stuttgart nach München kam. Für den FCB ist Elber mittlerweile als Markenbotschafter tätig.

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