Bundesliga: Eintracht-Chef: "Kommerz oder 4. Liga"

Eintracht Frankfurt wird nicht um Ultra-Krisengipfel in Erfurt teilnehmen. Vorstand Axel Hellmann erklärt das gute Verhältnis zu den eigenen Fans und das Festhalten an Maßnahmen.

Eintracht Frankfurt wird nicht um Ultra-Krisengipfel in Erfurt teilnehmen. Vorstand Axel Hellmann erklärt das gute Verhältnis zu den eigenen Fans und das Festhalten an Maßnahmen.

"In jedem Verein ist die Fan-Problematik unterschiedlich. Ich bin froh, dass wir in Frankfurt eine Ebene mit unseren Fans gefunden haben, Themen zu entschärfen", ließ sich der 45-Jährige in der Bild zitieren. Die Eintracht wird nicht am Gespräch mit den Fans in Erfurt teilnehmen.

Warum? Weil die eigenen Fans nicht kommen werden: "Auch unsere Fan-Szene nimmt in Erfurt nicht teil." Hellmann stellt klar: "Wir Vereine wollen ja eine optimale Vermarktung. Deshalb müssen wir diese Diskussion mit den Fans führen. Hart, aber ehrlich."

Marketing reicht für einen Boateng

Dementsprechend stellt er hart und ehrlich klar: "Ohne das Fernseh-Geld müssten wir Oligarchen in die Bundesliga holen. Und ohne Kommerz müssen alle akzeptieren, dass man schnell in der 3. oder 4. Liga spielen würde. Das ist die Wahrheit!"

Der Gewinn aus dem Marketing, so Hellmann, würde gerade so "fürs Grundgehalt von einem Boateng" ausreichen. Dementsprechend stellt der Vorstand fest: "Manche fürchten ja den Untergang der Bundesliga und den Verfall der guten Sitten. Aber ich stelle fest: die Begeisterung ist riesig! Alle freuen sich auf die Bundesliga."

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