Bundesliga: Disput zwischen Hannover und DFB geht weiter

Zwischen Hannover 96 und dem DFB wird weiterhin bezüglich Waldemar Anton diskutiert. Der U21-Nationalspieler wurde verletzt gegen Israel eingesetzt.

Zwischen Hannover 96 und dem DFB wird weiterhin bezüglich Waldemar Anton diskutiert. Der U21-Nationalspieler wurde verletzt gegen Israel eingesetzt.

Nach seiner Abstellung zum DFB-Team kehrte Anton verletzt nach Hannover zurück und fehlte bei der 0:4-Niederlage gegen Werder Bremen. Die 96er sind der Meinung, dass Stefan Kuntz, Trainer der deutschen U21 für den Ausfall verantwortlich ist und machten ihrem Ärger Luft.

Kuntz hatte diese Schuldzuweisung bereits abgewiesen, sieht sich nun aber mit neuen Anschuldigungen aus Hannover konfrontiert. Andre Breitenreiter sagte im Anschluss an die Werder-Partie: "Wir brau­chen kei­nen Rück­zie­her ma­chen, da wurde ein­fach nicht rich­tig ge­han­delt."

Kontaktaufnahme zwischen 96 und Kuntz

Damit löste er offenbar eine Kontaktaufnahme aus. "Nach der Pres­se­kon­fe­renz gab es eine Rück­mel­dung, dann haben sich alle bei Waldi und auch bei uns ge­mel­det. Ste­fan Kuntz hat mir eine Sprach­nach­richt ge­schickt", wird Breitenreiter von der Bild zitiert.

Auch das scheint aber nicht endgültig für Klarheit gesorgt zu haben, wer letztlich schuld daran war, dass Anton verletzt auflief, obwohl er schon beim Aufwärmen Schmerzen verspürte: "Es ist halt är­ger­lich. Waldi stand nicht zur Ver­fü­gung und das ist Fakt. Es war zu ver­hin­dern."

Breitenreiter nimmt Anton in Schutz

Breitenreiter nahm seinen Spieler in Schutz: "Waldi ist pflicht­be­wusst. Er ist glück­lich, für Deutsch­land spie­len zu dür­fen. Und wenn er die Ein­schät­zung be­kommt, er kann die Be­schwer­den raus­lau­fen, dann läuft er auf. Es ist schwie­rig für so einen jun­gen Bur­schen, dann zu sagen: 'Nein, geht nicht.'"

Der 96-Trainer meint, dass Kuntz dem Spieler die "Veranwortung abnehmen" müsse, ob er fit genug sei zu spielen oder nicht. Dem widersprach der DFB-Trainer bereits im ersten Statement: "Ich kann kein Fehl­ver­hal­ten un­se­rer­seits er­ken­nen."

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